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eine ſolche bedeutende Ausgabe nicht genehmigt werden würde. Als aber gegen Oſtern d. J. dieſer Antrag v. d. Geſanglehrer und von den Geſangſchülern erneuert wurde, wenigſtens einen Flügel zu miethen, und die letztern ſich erboten, die Mietbe durch Beiträge zu bezahlen, ſo entſchloß ich mich, ein ſolches Inſtrument zu kaufen, damit es Eigenthum der Schule bleibe, (da die jährliche Miethe für ein gutes Inſtrument 36 bis 48 Rthlr. betragen würde) und verlangte nur, daß die Schüler aller Klaſſen einen Beitrag ein für allemal zahlen möchten, um ein Angeld zahlen zu können; fuͤr das Weitere würde ich Sorge tragen. Dabei rechnete ich und rechne noch auf die Mitwirkung der Freunde der Jugend und des Schulweſens, da ich ſchon manches Aehnliche unternommen und meine Hoffnungen mich ſelten getäuſcht haben: ſo glaube ich auch dieſesmal Theilnahme zu finden. Jeden mir zukommenden Beitrag werde ich mit Dank annehmen und gewiſſenhaft verwenden, auch im nächſten Progamme darüber Rech⸗ nung legen. Eine Freude habe ich ſchon in dieſem Sommerſemeſter in Rückſicht auf den An⸗ kauf dieſes Inſtruments gehabt, daß der Geſangunterricht mit mehr Eifer betrieben wird und
einen beſſern Erfolg gehabt hat, als früher.
Allen genannten und ungenannten Wohlthätern, Gönnern und Förderern der Realſchule ſtatte ich hiermit für die freundliche Mitwirkung den herzlichſten Dank ab, mit der ergebenſten Bitte, die Realſchule noch ferner ausſtatten zu helfen, da die Fonds derſelben ſo gering ſind und für die Realſchüler weder Stipendien, noch Freitiſche, Freiſchule oder ſonſt eine Unterſtützung vorhanden iſt.
C. Die Krankenkaſſe der Realſchule.
Im Jahre 1849 betrug die Geſammt⸗Einnahme 91 Rthlr. 20 Sgr.— Pf. Dazu der Beſtand aus dem Jahre 1848 22 24 25 1137 Summa der Einnahme 114 ⸗ 15 11—— Die Geſammt⸗Ausgabe an den Arzt und Apotbeker 110 4 3 ⸗ Bleibt Beſtand 4 7 11 ⸗ 5— §. 5.
Von der öffentlichen Prüfung, dem Schluſſe des gegenwärtigen und dem Anfange des neuen Schuliahres.
Die öffentliche Prüfung wird in folgender Ordnung abgehalten werden,
Mittwoch den 28. Auguſt a. c. Vormittags v. 8— 12 die Prima und Sekunda.
Geſang: Motetto von Schnabel: Die Himmel rühmen ſeine Macht.
8— 8 ¾⁴ Uhr Religionswiſſenſchaft für beide Confeſſionen. II. u. I. Deutſche Sprache und Literaturgeſchichte. II. u. I. 9½— 9 ¾ Franzöſiſche Sprache. II. u. I.
Lateiniſche Sprache. I.
Geſang von Uhland, Muſik vom Geſanglehrer Ellguth. An die heimathlichen Gebirge, v. Gymnaſiallehrer Otto, Muſik v. Geſ.L. Ellguth.
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