Aufsatz 
Kurze Nachricht von den Apparaten
Entstehung
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I. Kurze Nachricht von dem mathematiſchen, phyſikaliſchen, chemiſchen und naturhiſtoriſchen

Apparate der Real⸗ und Gewerbeſchule zu Neiſſe.

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Be der Grundung und Eroffnung der Realſchule im Oktober 1832 war ſchon ein kleiner pbyſikaliſcher, chemiſcher und⸗Zeichnungs⸗Apparat vorhanden, der für die Gewerbeſchule, welche fünf Jahre früher gegründet wurde, durch die Unterſtützung des Königl. Miniſteriums angeſchafft worden war, und welchen die Realſchule benutzen konnte. Dieſer kleine Apparat wurde in den erſten Jahren theils durch größere Fonds der Gewerbeſchule, theils durch einige Freunde beider Anſtalten, ſpäter aber durch fleißiges Sammeln und Zuſammenhalten der Zeug⸗ nißgelder und kleinen Beiträge der aufgenommenen Schüler ſo bedeutend vermehrt, daß der⸗ ſelbe gegenwärtig ſehr reichhaltig iſt, wenn er auch noch nicht vollſtändig genannt werden kann. Er iſt im Inventario unter Abtheilung VI. A. und B. und VII. A. B. und C. eingetragen.

Die Abtheilung VI. A. enthält den mathematiſchen Apparatin 160 Nummern. In dieſem ſind außer einigen großen Zirkeln, Reihſchienen und Maaßſtäben ſämmtliche Figuren und Koͤrper von Drath und Holz vorhanden, welche dazu dienen, um die Lehrſätze und Aufgaben der Stereometrie zu erläutern und die verſchiedenen Schnitte der Körper zu zeigen; desgleichen auch die meiſten Inſtrumente zur Feldmeßkunſt, wie z. B. den Meßtiſch mit Stativ, Doſenlibelle, Gabel und einem hölzernen Diopterliniale, ein Aſtrolabium mit einer kleinen Bouſſole und Stativ; ein ſechszölliger Theodolith von Piſtor in Berlin und ein zwölfzölliger Spiegelſextant aus Ebenholz von Klingert in Breslau; eine Meßkette 5 Fuß lang, nebſt Kettenſtäben, Abſteck⸗ und Zeichenſtäben; ein Diopter⸗Kreuz; eine Nivellirwage nebſt Viſirſcheiben; eine meſſingene, einen Fuß lange, kleingliedrige Kette zur Meſſung des Umfangs der Bäume für Forſtmänner; und ein einfacher Meſſing⸗Sextant zur Meſſung der Sonnenhöhen, um mit Hülfe der Müller' ſchen Tafeln die Zeit zu beſtimmen.

Es ſehlen alſo noch dem mathematiſchen Apparate: a. eine Orientirbouſ⸗ ſole und ein Diopterlinial von Meſſing für den Meßtiſch; b. eine größere Bouſſole; c. eine Handbouſſole; d. ein Reflektor; e. ein Schmalkalderſcher Höhenmeſſerz und ein größerer Quadrat für Aſtronomiſche Meſſungen.

Die Abtheilung VI. B. enthält den phyſikaliſchen Apparat und die chemi⸗ ſchen Geräthe in 407 Nummern.

a. Zur Erläuterung der Lehren der Statik und Mechanik ſind vorhanden: eine ſehr empfindliche Waage, eine Gold⸗ und Juvelen⸗Waage, eine Brücken⸗ und einige kleinere Waagen, nebſt den nöthigen Gewichten; eine roͤmiſche und eine Zieh⸗Waage. Die Hebel der erſten, zweiten und dritten Art, nebſt einigen zuſammengeſetzten Hebeln; das Rad an der Welle, als Haspel und Göppel, mehrere Räder⸗Verbindungen, und einige einzelne Räder von alten Uhren. Die Rollen nebſt vielen Flaſchenzügen in einem beſondern Geſtelle.