Aufsatz 
Rückblick auf die Geschichte des Großherzoglichen Gymnasiums zu Büdingen während seines 50jährigen Bestandes
Entstehung
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3. Die Schüler. a) Ueberſicht der Schülerzahl.

Die Zahl der Schüler betrug zu Anfang des Söhuſgahrs... 98 Im Laufe desſelben wurden aufgenommen. 4 4. 4 22 Die Geſammtzahl der Zöglinge belief ſich auf.... 120 Im Laufe des Schuljahrs verließen die Anſtalt... 9 Beſtand am Ende desſelben........ 111

Anmertung. Der Religion nach gehörten alle Schüler mit Ausnahme von 4 Katholiten und 1 Iſraeliten der evangeliſchen Kirche an.

b) Nachricht über die von der Anſtalt abgegangenen Schüler. Am Schluſſe des Schuljahrs 1870/71 legten folgende Primaner die Maturitätsprüfung ab:

1) Theodor Walter aus Offenbach, 6) Karl Hölzinger aus Büdingen,

2) Ludwig Dieffenbach aus Erbach, 7) Theodor Zieſing aus Birkenau,

3) Robert Klingelhöffer aus Büdingen, 8) Friedrich Möller aus Neuſtadt und 4) Albert Nispel aus Gedern, 9) Auguſt Hoffmann aus Darmſtadt.

5) Friedrich Höpfner aus Gammelsbach,

Die mündliche Prüfung ward unter der Leitung des Großherzoglichen Kommiſſärs, Herrn Geheimen Oberſtudienraths Prof. Dr. Wagner, am 25. März 1871 vorgenommen. Betreffs der von den Exami⸗ nirten gewählten Berufe bemerken wir, daß ſich Walter für das Studium der Mathematik und Naturwiſſenſchaft, Dieffenbach für das der Forſtwiſſenſchaft, Klingelhöffer für das der Architektur, Nispel für das der Kameralia, Höpfner für das der Forſtwiſſenſchaft, Hölzinger, Zieſing, und Möller für das der Mediein und Hoffmann für das der Rechts⸗ wiſſenſchaft entſchieden haben.

Aus der Tertia gingen zwei Zöglinge ab, der eine auf Anrathen der Lehrer, der andere, um die Kaufmannſchaft zu erlernen; aus der Unter⸗Secunda vier, einer, um Apotheker zu werden, zwei, um ſich der Landwirthſchaft zu widmen, der vierte auf Anrathen der Lehrer. Aus der Prima ſchieden drei Zöglinge, der eine wegen ſeiner angegriffenen Geſundheit, der andere auf Anrathen der Lehrer und der dritte, um nach Amerika auszuwanderu.

Chronik der Nenſtalt.

Am 26. Mai 1871 vor dem Beginne der Pfingſtferien legte Herr Detan Meyer anus Geſundheits⸗ rückſichten das Amt eines Religionslehrers nieder, welches er ſeit dem Jahre 1845 an dem hieſigen Gym⸗ naſium bekleidete. Nicht oyne Schmerzgefühl ſahen die Lehrer und die Schüler der Anſtalt den ehrwür⸗ digen Greis aus ihrer Mitte ſcheiden; in ihm verloren jene einen pflichtgetreuen Mitarbeiter, dieſe einen erfahrenen Führer. Da Herr Dekan Meyer nicht bloß als Religionslehrer 26 Jahre lang an dem Gymnaſium ſegensreich gewirkt, ſondern auch andere Unterrichtsfächer in der Zeit von 1835 bis 1845 an der Anſtalt vertreten hat; ſo können wir uns nicht verſagen, ihm hier öffentlich den Dant der Schule für