Aufsatz 
Geschichte der Dillenburger Bergschule von der Gründung der Schule im Jahre 1858 bis zur Gegenwart. Denkschrift hrsg. aus Anlaß der Fünfzigjahrfeier der Gründung der Bergschule 1858 - 1908
Entstehung
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Bald nach Aufnahme der unteren Klasse, im Jahre 1850, wurden die Schulräume erweitert, sodaß sie aus zwei Lehr sälen, einem Saal für Aufbewahrung der Modelle und Samm- lungen, einem abgeschlossenen Gang zur Unterbringung der Gerätschaften, sowie einem für die Zwecke eines chemischen Laboratoriums dienenden Raume bestanden.

Als Lehrer wirkten für die technischen Fächer Angestellte der Herzoglichen Bergmeisterei und Markscheiderei, für die übrigen Fächer Lehrer des Pädagogiums.

Der Vorstand(Kuratorium) der Bergschule setzte sich in

älterer Zeit aus 7 Mitgliedern zusammen, von denen der Berg meister, der Rektor des Pädagogiums und der Bürgermeister Bergmeister Ludwig Vietor-) zu Dillenburg, sowie ein weiterer Herzoglicher Bergmeister als 82i ständige von der Herzoglichen Regierung ernannt wurden; die ferneren drei Mitglieder wurden von den Beitrag leistenden Gruben- und Hüttenbesitzern gewählt. Vorsitzender des Vorstandes (Kuratoriums) war der jeweilige Herzogliche Bergmeister zu Dillenburg. Seit Uebergang des Herzogtums Nassau an Preußen bekleidet, vorstehendem entsprechend, der jeweilige König liche Bergrevierbeamte zu Dillenburg vorgenanntes Amt.

Der jährliche theoretische Kursus der Bergschule umfasste zunächst 9O Monate(Oktober bis Juli); für die Dauer des anschließenden dreimonatlichen praktischen Kursus wurden die

Schüler von dem Vorsitzenden verschiedenen Gruben des Herzogtums überwiesen.

hDie Verhandlungen über die fernere Unterhaltung der Bergschule vom Jahre 1867 an.

Die Schülerzahl der ersten Jahrgänge der Bergschule schwankte zwischen 24 und 17. Eine Folge der ungünstigen Konjunktur der 60er Jahre, die den jungen Leuten die Anstellung erschwerte, war es, daß die Schülerzahl zurückging ùund sogar in einem Jahrgange (65 67) auf drei heruntersank. Dieser Umstand veranlaßte auch wohl die Stadt Dillenburg, den Zuschuß zur Schule, durch Beschluß des Gemeinderats vom 25. November 1863, von seither 500 fl. auf 100 fl. herabzusetzen.

Den wesentlichsten Einfluß übten die politischen Vor gänge des Jahres 1866 auf die Schule aus. Nach dem Uebergang des Herzogtums Nassau an Preußen verneinte die Königliche Regierung zu Wiesbaden das Bedürfnis des Be stehens einer zweiten Bergschule in dem rechtsrheinischen

;.. Berggeschworener Friedrich Giesler Gebiete des Oberbergamts Bonn und weigerte sich daher,(S. S. 16)

*) Die zu den Bildnissen auf den Seiten 5, 7 und 8 gehörigen Angaben finden sich auf Seite 16 ff.

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