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Einrichtungen gedient, welche desfalls in mehreren Staaten getroffen worden ſind und noch jetzt fortbeſtehen; aber an Ort und Stelle haben ſie nicht eines gleichen Erfolgs ſich erfreut. Während die mit unterlaufenden gelehrten Abhandlungen in lateiniſcher Sprache theilweiſe dem Geſchmack des Publicums nicht zuſagten, war andrerſeits die Zeit überhaupt aller Oeffentlichkeit ungünſtig, und ſo muſſten zunächſt die wiſſenſchaftlichen Abhandlungen, dann auch die Bekanntmachung von Schulnach⸗ richten unterbleiben. Eine alsbaldige Folge dieſer verſagten Kunde war, daß auch die öffentlichen Prüfungen, die allerdings von jeher nur eine geringe Theilnahme gefunden hatten, meiſt gar nicht mehr beſucht wurden und deshalb gänzlich aufhör⸗ ten. Der öffentliche Redeactus wurde für einmal im Jahre erhalten.
Es iſt nicht unſere Abſicht, hiermit einen Beitrag zu den auf die Vergangen⸗ heit dermalen gehäuften Vorwürfen zu liefern, aber ausſprechen dürfen wir, was wir bei gegebener Veranlaſſung niemals verhehlt haben, daß wir jene Beſchränkung der Oeffentlichkeit für jedes Gymnaſium mehr oder weniger nachtheilig erachten, und daß ihre Fortſetzung für das hieſige unter den jetzigen Verhältniſſen noch weit größere Nachtheile hervortreiben würde. Wenn auch die Anſichten, Urtheile und Geſinnungen der Menſchen in Beziehung auf gelehrte Bildung und die ihr gewid⸗ meten Anſtalten im Ganzen und Großen von dem Impulſe der Zeitentwickelung überhaupt geleitet wurden, ſo darf man doch behaupten, daß zu manchen einſeitigen und übertriebenen Vorurtheilen hauptſächlich der Umſtand mitgewirkt habe, daß das betheiligte Publicum niemals Gelegenheit erhielt, in das innere Leben und Treiben der Gymnaſialanſtalt hineinzublicken. Nicht verletzte Eitelkeit iſt es, die irgendwo Klage darüber führen darf, ſondern es handelt ſich dabei um den Verluſt jener mo⸗ raliſchen Ueberzeugungen und Motive, welche in einer hochachtenden und wohlwol⸗ lenden Theilnahme des Publicums für die Willensrichtung und Strebung der Jugend, für ihre Gewöhnung zu Achtſamkeit, Geſittung und Gehorſam liegen, Ueberzeugun⸗ gen und Motive, deren Wirkung zwar nicht oft in einzelnen Momenten ſchlagend hervortrikt, aber deſto mehr in Geſammtreſultaten ſich kund gibt und das Geheim⸗ niß des günſtigen Erfolgs aller öffentlichen Erziehung in ſich umſchließt. Alle An⸗ ſtalten und Einrichtungen des Staates, welche der öffentlichen Wahrnehmung und Würdigung entzogen werden, pflegen heut zu Tage in Obſeurität zu verſinken, oder, was unendlich ſchlimmer iſt, Verdacht und Abneigung zu erwecken. Gerade
1832. Xenophons Lobrede des Ageſilaos, überſetzt und mit Anmerkungen begleitet von Dr. E. Th. Piſtor. Erſte Hälfte.. Carmina Anicii M. Torquati Severini Boethii graece conversa per Max. Planu- dem, primus ed. C. F. Weber. Dazu eine Schulrede von Dilthey. 1833. Studienplan für die Gymnaſien des Großherzogthums Heſſen. Einladung zu den am 28. 29. 30. März Statt findenden Schulfeierlichkeiten. Chronik des Großherzogl. Gymnaſiums zu Darmſtadt. 1834. Denkmal für die ehemaligen Directoren des Gymnaſiums zu Darmſtadt, Helfr. Bernh. Wenck und Joh. Ge. Zimmermann von Dr. Dilthey. Seitdem nur Perſonalverzeichniſſe und Ankündigungen des Redeactus. 1*


