Aufsatz 
Einiges über die Bedeutung der Insecten im Haushalte der Natur
Entstehung
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Im verfloſſenen Schuljahre erlitt das Lehrerperſonal der Anſtalt mehrfache Veränderungen. Herr Pfeiffer übernahm mit dem 1. Juli eine Lehrerſtelle an der höheren Bürgerſchule zu Mosbach⸗Bieb⸗ rich, dafür trat Herr Grün ein. Ende Juli wurde Herr Eiſenkopf an die Elementarſchule zu Mosbach⸗ Biebrich verſetzt, und an ſeine Stelle trat Herr Schwarz. Mit Neujahr übernahm Herr Oberlehrer Chun die Dirigentenſtelle an der Realſchule zu Diez, Herr Pfarrvicar Cäſar trat als Lehrer ein, und Lehrer Bender wurde von Königl. Regierung bis zur erfolgten Wiederbeſetzung der Dirigentenſtelle mit den Functionen eines ſtellvertretenden Oberlehrers und Dirigenten prov. betraut. Das Lehrercollegium beſteht demnach gegenwärtig aus folgenden Mitgliedern: 1 4

1) Lehrer Bender. 3 2) Lehrer Grün. 3) Pfarrvicar Cäſar. 4) Hülfslehrer Schwarz.

Den evangeliſchen Religionsunterricht ertheilte Herr Profeſſor Dr. Nebe, den Turnunterricht Herr Strippel.

Es folgen hier die biographiſchen Notizen der neu engetreenen Lehrer nach den eigenen Angaben derſelben.

Eduard Grün, Sohn des Lehrers Grün in Mademühlen, geb. daſelbſt den 28. Mai 1844, beſuchte von 1860 63 das Lehrerſeminar in Uſingen, nahm dann, im Intereſſe ſeiner Ausbildung in den neueren Sprachen, eine Lehrerſtelle an der Schirm'ſchen Handels⸗ und Gewerbeſchule an, die er mit Ausſchluß des Sommers 1866 vier Jahre lang bekleidete; von Oſtern 1867 bis dahin 1869 verſah er die Stelle eines Haus lehrers auf dem Rittergut Dahlhauſen bei Bochum. Im Februar 1869 ward er zum 4. Lehrer an der ſtädtiſchen höheren Töchterſchule in Unter⸗ Barmen erwählt, und im Juli desſelben Jahres als Lehrer an die Realſchule nach Herborn berufen.

K. Cäſar, geb. den 16. September 1845 zu Bleſſenbach, Sohn des dortigen evangeliſchen Pfarrers

Cäſar, beſuchte nach vorangegangener Vorbereitung das Gymnaſium zu Weilburg von Oſtern 1859 bis 1865. Nach beſtandener Maturitätsprüfung bezog er als Student der evang. Theologie die Univerſität Jena, die er im Frühjahr 1866 mit der Hochſchule zu Tübingen vertauſchte. Im October 1867 wurde er in das Predigerſeminar zu Herborn aufgenommen, und ein Jahr darauf unterzog er ſich dem Staats⸗ examen zu Wiesbaden. In die Zahl der pro ministerio geprüften Candidaten der Theologie reeipirt wurde er bald, im Januar 1869, als Vicar bei der Pfarrei Herborn angeſtellt. Mit dem 1. Januar 1870 nahm er ſdur Ergänzung einer erledigton: Behrerſtelle die Stelle eines Subſtituten an der derborner Realſchule an. Wilhelm Schwarz, Sohn des Lehrers Schwarz zu Uſingen, geb. den 27. Serfenler 1848 zu Marienberg im Oberweſterwaldkreis, beſuchte die Elementarſchule daſelbſt bis zu ſeinem 12. Jahre, wurde im Mai 1860 in die Realſchule zu Uſingen aufgenommen, abſolvirte dieſelbe mit ſeinem 15. Jahre, wurde im Juni 1864 in das Seminar zu Uſingen aufgenommen, nach beſtandener Candidatenprüfung im Mai 1867 nach Walsdorf bei Idſtein angeſtellt und mit dem 1. Auguſ 1869 an die ealſchune nac Herborn verſetzt.

n. u 1 1 erri 9 t. a 1. Allgemeines. 24* imnd mee menne Der Lehrztwachſet im Juli und Januar hatte, wie folgende Ueberſicht zeigt, nicht unbedenteme Perän⸗ derungen im Lehrplan zur Folge.) Eine mit Oſteyn ins Leben getretene Selecta, die aus 3 Knaben und 5