Aufsatz 
a) Vergleich durch Zahlen zwischen Sonst und Jetzt der Schule. (Veranlaßt durch bekannte Beziehung im November 1847.) b) Ein Philosoph und das heutige Volksschulwesen. c) Das offene Geheimnis des Wormser Schulwesens und dessen Kritik. d) Schwierigkeiten des Wormser Schulwesens. (Aus einem Briefe.)
Entstehung
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Beziehung für alle, welchen das Wohl der künftigen Generation am Herzen liegt, das dem Laien verſtändliche Werk:Ueber die Scrophelkrankheiten, von Hrn. Dr. Med. Rüte, ausübendem Arzte und Lehrer an der Univerſität zu Göttingen.

u. Statiſtik.

Am Schluſſe des vorigen Schuljahres betrug die Geſammtzahl der Schuljugend: 1086, am Anfange des neuen 18 164: 1133.

Vie gewöhnlich, ſo erlitt auch in dieſem Jahre die Anſtalt einige Verminderung durch den Austritt der Confirmanden, durch Wobnortsveränderung und durch Uebertritt ins Gymnaſium. Dagegen traten im Laufe des Jahres wieder mehrere zu, ſo daß die Geſammtzahl gegen Ende des jüngſt verfloſſenen Schuljahres(21. Febr. 1848) beträgt: 1111, von welchen 97 Israeliten, 631 Proteſtanten, 298 Katholiken, 85 Deutſch⸗ katholiken ſind. Die Morgenſchule zählte zuſammen 108 Kinder, und zwar 60 Katho⸗ liken, 113 Proteſtanten, 7 Deutſchkatholiken.

5. Die Bedürfniſſe

einer zwölften Lehrſtelle ſowie einer Erweiterung des Schullokals, worüber nach vor⸗ jährigem Programme ſchon Verhandlungen eröffnet waren, hat die verehrliche Stadt⸗ behörde indeſſen auf wiederholtes Anſtehen in ſo weit berückſichtigt, indem ſie die Beſol⸗ dung eines Vicars im Budget 1848 vorgeſehen, und beſchloſſen hat, auf das Gebäude der Kleinkinderſchule ein weiteres Stockwerk noch bauen zu laſſen. Indem die Anſtalt auf dieſe Weiſe nun ſich der ſicheren Hoffnung hingeben kann, daß ſie durch Ueberſiede⸗ lung der zwei Elementarklaſſen in das neue Local den nöthigen Raum und außerdem, etwa durch die Vorrichtung einer wegnehmbaren Scheidewand, einen dem Bedürfniß ent⸗ ſprechenden Prüfungsſaal gewinnt, iſt ſie der ſtets bereitwilligen Liberalität der Stadt⸗ behörde aufs neue zu Dank verpflichtet, den wir hier im Namen der Anſtalt auszuſprechen nicht verfehlen.

Auch dieſes Jahr wurde für Schreibmaterialien und Schulbücher für arme Kinder eine namhafte Summe verwendet: 98 fl.

6. Dank im Namen der Morgenſchule.

In der Morgenſchule hatte ſich voriges Jahr eine Anzahl von Knaben und Mädchen ausgezeichnet, was um ſo mehr anzuerkennen war, als jenes harte Jahr gerade für die Kinder dieſer Schule vielfach hemmend ſein mußte. Die Lehrer der beiden Stadtſchulen ſowie auch Lehrer des Gymnaſiums ſubſecribirten eine kleine Summe, welche