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Buch- und Schreibwarenhandlungen, in denen Erzcugnisse der Schundliteratur feilgeboten werden, streng verbieten und selbst überall gegen Erscheinungen dieser Art vorbildlich und tatkräftig Stellung nehmen, nur dann ist Hoffnung vorhanden, dass dem Uebel gesteuert werden kann. Bei der Auswahl guter und wertvoller Bücher wird die Schule den Eltern wie auch den Schülern und Schülerinnen selbst mit Rat und Tat zur Seite stehen und ihnen diejenigen Bücher angeben, die sich für die Altersstufe und für ihre geistige Entwickelung cignen. Zu diesem Zwecke werden es sich die Lehrer und Lchrerinnen gern angelegen sein lassen, sich über die in Betracht kommende jugend- literatur fortlaufend zu unterrichten. Das in dem Weidmannschen Verlage zu Berlin er- schienene Buch des Direktors Dr. T. Johonnessen:„Was sollen unsere Jungen lesen?“ wird den Schülern und auch den Schülferinnen wie deren Eltern als zuverlässiger Weg weiser dabei dienen können.“
Zu diesem beherzigenswerten Erlass des Herrn Ministers bemerke ich, dass klassenleiter wie Direktor jeder Zeit bereit sind, den Eltern bei etwa geplanten An- schaffungen von Büchern für ihre Kinder mit ihrem Rat zur Seite zu stehen. Ich mache auch darauf aufmerksam, dass von dem Frankfurter Jugendschriftenausschuss Verzeich- nissc der Buchhandlungen sowie Papier- und Schreibwarenhandlungen aufgestellt sind, die sich verpflichten, keine Schundliteratur zu vertreiben. Dieses Verzeichnis hängt in der Schule aus; ich bitte auch die Eltern darauf hinzuwirken, dass ihre Kinder ihren Bedarf an Büchern, Schreibmaterial nur in den dort aufgeführten Geschäften besorgen. Ich bitte die Eltern ferner, ihre Kinder von dem Besuch kinematographischer Auf- führungen fern zu halten. Nur wenige Darbietungen dieser Art haben einen geistig und sittlich fördernden Wert: die meisten erregen die Phantasie in nicht günstiger Weise und rufen dann eine ähnliche Wirkung hervor, wie sie in dem Erlass des Herrn Ministers hinsichtlich schlechter Lektüre geschildert ist. Wo ausnahmsweise Gutes ge- boten wird, wird gelegentlich die Schule selbst darauf aufmerksam machen.
verzeichnis der Abiturienten der Höheren Handelsschule, Ostern 1913.
No. Name Vorname Geburtsort I ioegts Des Aleis Gewählter Beruf datum Stand Wohnung —
1.Christ Heinrich Frankfurt a. M. 16. 9. 1893 Gastwirt Prankfurt a. M. Kaufmann
2. Deines Wilhelm Hanau 7. 7. 1896 Fabrikant Hanau„
3. Fischer Max Oberrad 26. 7. 1895 Gärtner Oberrad Plantagendienst
4. Funcke Otto Charlottenbg. 1. 5. 1894 Kaufmann PFrankfurt a. M. Kaufmann
5. Hildebrandt KarlOffstein 16 1. 1894 Direktor„„
6. Jung Konrad Oberrad 25. 6. 1895 Gärtner Oberrad„
7. Kaufmann Manfred Frankfurt a. M. 20. 3. 1894 Kaufmann Frankfurt a M„
8. Lot⸗ Rudolf. 11. 7. 1895 stdt. Hochbauaufs.. 6.
9. Pfeiffer Wilhelm— 27. 3. 1895 Kanzlist.„
10. Rottenbacher Karl(Offenbach a. M.19. 12. 1894 Kaufmann Offenbach a. M.„
11. Schaub Karl. Frankfurt a. M. 30 4. 1895 Telegr.-Sekrt. Frankfurt a. M.„ *12. Scherer Pablo Mexiko(6. 12. 1895 † Bankier Mexiko Bankfach
3. Schneider Karl Offenbach a. M. 12. 7. 1896 Kaufmann Offenbach a. M.„
14. Schultze Willibald Frankfurt a. M. 13. 1. 1894 Beamter Frankfurt 6-M.
15. Vogel Rudolf„ 13. 8. 1891 Kanzlist„
16.Vogl Richard Reutlingen 17. 3. 18930 Kaufmann 5
*) Die mit einem versehenen Schüler wurden von der mündlichen Prüfung befreit.


