VII. Stiftungen und Unterstützungen von Schülern.
Die im Jahre 1843 begründete Creizenachstiftung bringt zum größten Teile die Mittel für die gesetzmäßige Versorgung der Witwen und Waisen früherer Lehrer auf, daneben dient sie— ebenso wie ihre Annexe, die B.-H.-Goldschmidt- Stiftung, die Perez- und Auguste Sabelstiftung und die Direktor Dr. Hermann Baerwald- Stiftung— der Unterstützung von im Amt befindlichen Lehrern und Lehrerinnen sowie zu Zuschüssen zu den Ruhegehältern, zur Erhöhung der gesetzmässigen Witwen- und Waisenpensionen und zu Unterstützungen bei Sterbefällen.
Die Verwaltung setzte sich im Berichtsjahr aus folgenden Herren zu- sammen: Stadtrat A. Horkheimer(Vorsitzender), Direktor Dr. Adler, Oberlehrer Prof. Dr. Cohn(Schriftführer), Lucien Picard(Kassenführer), Oberlehrer Prof. Dr. Schwarz(Gegenschreiber), Oberlehrer Prof. Dr. Levy und Lehrer an der Realschule Gut(Stellvertreter).
Die Förderung dieser nach so verschiedenen Richtungen segensreich wirken- den Stiftung sei den zahlreichen Gönnern und Freunden unserer Schule aufs neue nachdrücklich empfohlen; ein Verzeichnis der für die Creizenachstiftung und die ihr angegliederten Kassen eingegangenen Gaben gelangt bestimmungsgemätz im jedesmaligen Programm der Schule zum Abdruck.
Von den übrigen Stiftungen der Schule will die Joseph RüttenscheStiftung der wissenschaftlichen oder pädagogischen Fortbildung der an der Schule tätigen Lehrkräfte dienen; die Zinsen der Stiftung sind in diesem Jahr einem Lehrer zum Aufenthalt in Frankreich überwiesen worden. Die David und Emanuel Höchbergsche Stiftung zahlte das Schulgeld für 15 Zöglinge des Philanthropins; einige Freistellen gewährten ausserdem die Beer-Kannsche, Freiherr A. M. von Rothschildsche und die N. S. Schwabsche Stiftung. Die Adolf Samuel Maas-Stiftung zur Zahlung rückständiger Schulgelder hat auch im Laufe dieses Jahres ihre Wohltat in einigen Fällen bewähren können; sie erhielt im Laufe des Jahres folgende Zuwendungen:
Zur Erinnerung an den 13. September, den Todestag des Stifters, je Mk. 50.— von den Herren
Heinrich Maas und Stadtradt Julius Maas zu Berlin wie von Herrn Heinrich Lion, hier; ferner zur Erinnerung an den 16. Dezember von Herrn Heinrich Lion Mk. 25.—. Die Jacques Lauterbach-Stiftung bestritt für zwei Schüler einen Teil der Kosten des Lebensunterhalts, die Ludwig MosesSchiff-Stiftung entrichtete das Schulgeld für 3 Zöglinge der Anstalt, aus den Zinsen der Mich. Jos. Speyerschen Stiftung erhielten einige Zöglinge Schulbücher. Die Zinsen der Arthur Schwabe-Stiftung wurden bestimmungsgemäss am 10. März einem Schüler der ersten Klasse zuteil. Die Julius Maysche Stiftung ermöglichte die Fortführung des Handfertigkeits- Modellier- und Stenographie-Unterrichts, die Zinsen der Lotmar-Stiftung dienten zur Bestreitung der Kosten für die Schüler- und Schülerinnen-Bibliothek wie für die Unterweisung der Zöglinge in der Handelslehre.


