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Physik. 3 St. Optik, Magnetismus und Elektrizität. Schaumberger.
Chemie und Mineralogie. 2 St. Die bekanntesten chemischen Elemente und ihre haupt- sächlichsten Verbindungen. Die wichtigsten Krystallformen und einzelne besonders wichtige Mineralien. Levy..
Naturgeschichte. 1 St. Im Sommer: Niedere Pflanzen. Einiges aus der Physiologie und
Anatomie der Pflanzen. Thallophyten. Im Winter: Anthropologie und Gesundheitslehre. Levy.
zZeichnen. a) Freihandzeichnen. 2 St. Zeichnen und Malen nach Natur- und Kunst- gegenständen, einzeln und zu kleinen Stilleben vereinigt, in Bleistift, Kreide, Kohle, Feder, Aquarell, Rötel und Pastell. Schwieriger darzustellende Geräte und Gefässe, ausgestopfte Tiere.— Skizzieren, Pinselübungen b. Linearzeichnen: 1 St. Schnitte, Durchdringungen einfacher Körper und deren Abwicklung. Einführung in die Schattenkonstruktion. Parallelperspektive. Galliner.
Turnen. 3 St. a. Frei- und Ordnu ngsübungen: Keulenschwingen und Stabübungen mit Rumpf- und Beinbewegungen. Schrägmarsch. Tägliche UÜbungen. b Geràtübungen: Am Reck: Knieaufschwung. Felgaufschwung, Felgumschwung und Durchhocken. Ubungen mit Knickstütz. Vor- übungen zur Kippe. Klimmziehen Unterschwung.— Am Barren: Wende, Kehre mit Drehungen, Auf- kippen aus dem Unterarmstütz in den Streckstück. Aufstemmen aus dem Oberarmhang. Schwingen im Knickstütz. Knickstützübungen.— Am Pferd: Wende, Kehre, Kehraufsitzen in den Sattel, Schere, Hocke, sog. Wolfssprung. Aussen- und Innenkreis, Flankenschwung. Im Längsstand des Geräts: Sprung in den Reitsitz, in den Stand und Spreizsprung vorwärts, in den Stand und vorwärts ab- grätschen. Flanke, Schraubenübung. Längssprung.— Spiele: Schlagball, Grenzball. Rothschild I.
Stenographie. 1 St.(wahlfrei). System Gabelsberger: Verkehrsschrift beendet. Leseübungen und UÜbungen im Richtig- und Schnellschreiben. Gantter.
Klasse II.
Klassenlehrer: Oberlehrer Prof Dr. Kunz.
Religionslehre. 3 St. a. Religion. 2 St. Geschichte der Juden und ihrer Literatur von der Zerstörung des ersten Tempels bis zu den Zeiten der Kreuzzüge. Wiederholung der bibl. Geschichte. b. Hebräisch. 1 St. Die wichtigsten Gebete wurden übersetzt und erläutert, frühere wiederholt. Das regelmässige Verb. Sc hwarz.
Deutsch. 3 St. a. Grammatik Wiederholungen. b. Lektüre. Schillers Balladen Homers Odyssee in der Kuttnerschen Bearbeitung(Kesselringsche Hofbuchhandl. Frankfurt a. M.), prosaische und poetische Lesestücke aus dem deutschen Lesebuche für Ober-Tertia von Muff. Be- lehrungen über die persönlichen Verhältnisse der Diechter sowie über die poetischen Formen und Gattungen. Memorierübungen aus der poetischen Lektüre. c. Aufsatz. Stilübungen, teils or⸗ählenden. teils beschreibenden Inhalts aus der Lektüre; Berichte über Selbsterlebtes. 10 Arbeiten im Jahr; in jedem Vierteljahr eine Arbeit in der Klasse. Kracauer.
Französisch. 6 St. a. Grammatik. Plœtz Kares, Ubungsbuch, Ausg. C. Kap. 50— 64 (viertes Lehrjahr zu Ende und fünftes Lehrjahr). Lehre vom Konjunktiv beendet; Syntax des Infi- nitivs und der Partizipien; Artikel. Deutsche Wiederholungsstücke—V über die unregelmässigen Verben und Hilfsverben.— b. Stilistische Ubu ngen: Bis Ende November: 3 Dictate, 6 Extem- boralien; von Dezember bis Schulschluss: 3 Extemporalien, fortdauernde schriftliche Ubungen. c. Lektüre: Malin: Un Collégien de Paris en 1870. Velhagen& Klasing, Bielefeld u. Leipzig Kunz.
Englisch. 4 St. a. Gram matik: Dubislav& Bok. Kurzgefasstes Lehr- und Ubungs- buch der englischen Sprache. Ausg. B. Wiederholung der Formenlehre. Syntax des Zeitworts, des
Artikels und Hauptworts.— Übersetzung der entsprechenden Stücke und Wiederholungsstücke. b. Stilistische UÜbungen. Bis Ende November: 3 Diktate, 6 Extemporalien; von Dezember bis Schulschluss: 3 Extemporalien, fortdauernde schriftliche Ubungen.— Lektüre: Stories for Beginners
by various authors. Diesterweg Frankfurt a. M. Kunz.


