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ſicht über die Zöglinge. Über alles, ſowie über die dem Kaſſier des Schulrats obliegende Kaſſenverwaltung, erſtattet die Kommiſſion dem Schulrat alljährlich, in der Zeit zwiſchen dem 1. April und 1. Juli, einen kurzen ſchriftlichen Bericht. Die Genehmigung dieſes Berichtes ſeitens des Schulrats bildet die Decharge der Adminiſtration.
Auf Beſchluß des Schulrats wurden ſogleich vier dazu beſonders geeignete Schüler unſerer Schule als„Zöglinge der Jacques Lauterbach genannt Schoenewald'ſche Stiftung“ aufgenommen. Mögen ſie der
ihnen zugewandten Wohlthat ſich würdig erweiſen und auch ſpäter durch ihre Bewährung im Leben den edlen Abſichten des Stifters entſprechen!
1, 2. Die Dauid und Emanuel Häüchberg'ſche Stiftung gewährte in dieſem Schuljahre 17 Zöglingen unſerer Schule das Schulgeld. Die Verwaltung beſteht aus den Herren: Anton Hork
heimer(Vorſitzender), Dr. med. E. Cohn, Julius Wertheimber, Alexander Strauß und dem Unterzeichneten.
3. Die Joſeph Rütten’ſche Stiftung gewährte in dieſem Jahre zwei Lehrern unſerer Schule, den Herren Kollegen Herz und Cohn die Mittel zu einer Studienreiſe nach London während der Sommer⸗ ferien und ebenſo dem Kollegen Herrn Dr. Tachau die Mittel zu einem Ferienaufenthalt in Paris.
4. Die B. H. Goldſchmidt'ſche Stipendienſtiftung hatte in dem Studienjahre 1887/88, dem zweiunddreißigſten ihrer Wirkſamkeit, 25 Stipendiaten: 18 Studenten, 6 Seminariſten und einen Schüler eines hieſigen Realgymnaſiums. Von den 18 Studenten gehörten 6 der mediziniſchen, die übrigen der philoſophiſchen Fakultät an. Von den Medizinern ſtudierten 4 in Würzburg, je einer in Marburg und München. Von den 12 der philoſophiſchen Fakultät zugehörigen Stipendiaten ſtudierten 4 neuere Sprachen in Berlin, Marburg, Heidelberg, Straßburg, 3 klaſſiſche Philologie in Berlin, Heidelberg, Tübingen, 2 Philologie und Theologie in Breslau, je einer Philoſophie, Mathematik und Geſchichte in Breslau, Straßburg und Berlin. Von den 6 Seminariſten beſuchten 4 das jüdiſche Lehrer⸗Seminar in Caſſel, je einer die Seminarien in Münſter und Eßlingen. Zwei von den Stipendiaten haben im Laufe des Jahres die philoſophiſche Doctorwürde erlangt und bereiten ſich auf das Staatsexamen vor, einer ſteht in der medi⸗ ziniſchen Staatsprüfung, von allen liegen befriedigende Zeugniſſe vor.
Die Verwaltung beſteht aus den Herren: Joſeph Baer(Vorſitzender), Dr. med. Emanuel Cohn, Adolph B. H. Goldſchmidt, Anton Goldſchmidt, Gymnaſial⸗Direktor Dr. Reinhard, HirſchsWeiller und dem Unterzeichneten.
5. Die Touis Mayer Maas'ſche Stiftung gewährte in dem Schuljahre 1887/88 einem Studierenden ein Stipendium, drei Schülern des Gymnaſiums, einem Schüler und einer Schülerin des Philanthropin, einem Schüler und einer Schülerin der Real⸗ und höheren Mädchenſchule der isr. Religions⸗ geſellſchaft(für ein Semeſter), einem Schüler der Adlerflychtſchule und ſechzig Schülern hieſiger Volks⸗ und Bürgerſchulen das Schulgeld, außerdem gewährte ſie Beiträge zum Beſuch der Fortbildungsſchule. Die Stiftung zerhielt im Laufe des Jahres folgende Geſchenke: Von den Kindern der ſel. Frau Louiſe Goldſchmidt geb. St. Goar zum Andenken an ihre am 28. Februar 1887 verſtorbene Mutter Mk. 50; von einem Spender, der nicht genannt ſein will, Mk. 100; von Herrn Louis Wertheimber, bei Verheiratung„ſeiner Tochter Louiſe mit Herrn Rechtsanwalt Roſenſtein, Mk. 200; von Herrn Emil Sulzbachzbei der Geburts ſeines Sohnes Mk. 50; von Herrn Emanuel Wertheimber bei Verheiratung ſeiner Tochter Anna mit Herrn Ludwig Hahn Mk. 100; von Herrn S. Ehrmann⸗ Strauß, anläßlich Zeines freudigen Ereigniſſes, Mk. 25. Zuſammen Mk. 525.— Durch dieſe, dem


