Aufsatz 
Das fünfzigjährige Jubiläum des ordentlichen Lehrers Leimbach
Entstehung
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Die Schüler-Bibliothek, welche eine reiche Auswahl von Jugendschriften enthält, wurde durch Weitprechts Jugendblätter(als Fortsetzung) vermehrt.

Zu den Unterrichtsmittel kamen hinzu: 8 Glaskrystallmodelle; ein elektrischer Rotationsapparat; ein Gorillaschädel; ein Hase, halbiert mit Lunge, Herz, Augen und Speiseröhre; ein Maulwurfskelett; ein Löwenschädel; ein Gürteltier, gestopft; Modelle: Querschnitt von Pisum sativum; Creinium maculatum, Foeniculum capillaceum; Blüte von Carex hirta; Conium maculatum; Calluna vulgaris; Schulsammlung mikroskopischer Präparate. Magen eines Wiederkäuers. Eclectus grandis, Psittacus erythacus, Scelett. Herr Kessler jun., ein früherer Schüler des Realprogymnasiums, schenkte diesen viele seltene Käfer, Hautflügler, Heuschrecken, Spinnen und Schlangen aus Afrika; besten Dank!

VI. Stiftungen und Unterstützungen von Schülern.

In dem c. fünfzigjährigen Bestehen der Schule sind noch keine Stiftungen zu Benefizien für Schüler errichtet worden. Für fleissige und beanlagte Schüler kann jedoch auf ein Gesuch der Eltern, welches unter Beifügung des letzten Schulzeugnisses bei dem Stadtrat einzureichen ist, das Schulgeld ganz oder teilweise erlassen werden; auch wird dem jüngsten von drei die Schule gleichzeitig besuchenden Brüdern auf eine Eingabe des Vaters das Schulgeld erlassen.

VII. Mitteilungen an die Schüler und deren Eltern.

Nachdem vom Königl. Provinzial-Schulkollegium zu Cassel vor einiger Zeit über die Petition einiger Väter wegen Aenderung der Sommerferien als nicht im Interesse der grossen Mehrheit der Schüler und deren Eltern liegend, abschläglich und im Sinne der Lehrerkollegien entschieden worden war, ist eine Eingabe an das Unterrichts-Ministerium mit dem wiederholten Petitum um Ferienänderung in hiesiger Stadt im Umlauf gesetzt und an gen. Behörde abgesandt worden. Es dürfte angezeigt sein, hier in kurzem die Gründe mitzuteilen, weshalb die Lehrer und viele Eltern die gegenwärtige Einrichtung der Sommerferien für die zweckmässigste halten:

1) Der Monat Juli ist die geeignetste Ferienzeit, weil derselbe der heisseste Monat ist, die längsten Tage hat und zu den so nützlichen Flussbädern allein Ge- legenheit bietet;.

2) Eine Unterbrechung des Sommersemesters mit 4 Wochen im Monat Juli und 2 Wochen Ferien am Ende des Sommerkursus ist unstreitig aus vielen pädagogischen und hygienischen Gründen einer Anordnung vorzuziehen, nach welcher gegen 20 Unter- richtswochen aufeinanderfolgen, von denen gerade die letzten 6 Wochen in die heisseste Zeit fallen. Von Mitte August, also wenn die heissen Tage vorüber sind, kommen dann 5 ½ Wochen Ferien; ohne Zweifel für die meisten Schüler und auch wohl für die meisten Eltern viel zu lang. Unvermeidlich ist es ferner, dass im Monat Juli wegen