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um wie viel leichter ist dies nun, wenn die Texte erst mündlich in der Klasse durchgearbeitet werden!
Bei der Durchnahme der Lesestücke(Compositions), bei denen auch im Wörterbuch die Angabe der Aussprache fehlte, die auf meinen Wunsch in der neuen Auflage hinzugefügt werden soll, trat der Mangel einer Lautbezeichnung bei vielen Schülern recht deutlich hervor, und ein schleunigeres Verfahren bei der Durch- nahme wurde nur dadurch verhindert, daß wir mit der genauen Feststellung und Einübung der Aussprache viel Zeit verloren. Selbst die besseren Schüler baten um die Erlaubnis, Wörter, bei denen aus der Schrift nicht ohne weiteres auf den Laut geschlossen werden konnte, in ein besonderes Heft in Lautschrift niederschreiben zu dürfen, wobei sie sich der Vietor'schen Lautzeichen bedienten. Um die Schüler hierin zu üben, habe ich öfters neuen Stoff in Lautschrift umsetzen und an der Wandtafel niederschreiben lassen, eine Übung, von der ich früher zurückgekommen war, die sich für obigen Zweck indessen recht vorteilhaft gezeigt hat. Da aber auf jeden Fall Zeit verloren geht, so wird die vom Verfasser in Aus- sicht gestellte Wiedergabe einer Anzahl von Stücken in Lautschrift von hohem Werte sein, und bei den anderen Stücken würde es alsdann genügen, wenn das Wörterbuch wenigstens in zweifel- haften Fällen dem Schüler Auskunft böte.*)
Der Untersekundaner, der schon Französisch und Latein ge- lernt hat und somit vielfache Stützen für das Englische besitzt, könnte bei einem solchen lautlichen Hilfsmittel viel mehr Stoff bewältigen, als es bisher— einzig und allein der Aussprache wegen— möglich gewesen ist. Zuerst müßten eine Zeit lang nur lautliche Texte gelesen werden, und etwa nach 3 monatlicher gründ- licher lautlicher Schulung ließen sich dann den Lauttexten die orthographischen gegenüberstellen, denen der ausschließliche Ge- brauch von orthographischen Texten zu folgen hätte. Bis dahin muß der Schüler auch genügend geübt sein, innerhalb der gegebenen Grenzen aus der Schrift auf den Laut zu schließen; soweit dies nicht möglich, sind nach wie vor die oben genannten Aussprache- bezeichnungen der Einzelwörter notwendig.
Wenn bei der gleichzeitigen Anwendung von Lautschrift und Orthographie, wie sie im letzten Jahre erfolgte, keine nach-
*) Zu empfehlen ist den Schülern das„Wörterbuch der englischen und deutschen Umgangssprache von Martin Krummacher, Berlin. Verlag von E. Goldschmidt,“ da sich hierin im wesentlichen die gewohnte Lautbe- zeichnung vorfindet.


