Aufsatz 
Englisch in der Untersekunda nach dem Frankfurter Reformplan / von M. Walter
Entstehung
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hierzu zu geben und eine Reihe methodischer Beobachtungen da- mit zu verbinden. Zur Kennzeichnung meiner Anschauung über Spracherlernung verweise ich auf meine im Jahre 1887 und 1888 erschienenen Abhandlungen: 1)Der Anfangsunterricht im Eng- lischen auf lautlicher Grundlage.(Jahresbericht der Realschule in Cassel 1887 undPhonetische Studien I, 1. u. 2.). 2)Der franzö- sische Klassenunterricht.(Marburg, Elwert.) Vor allem aber ist in methodischer Hinsicht auf folgende wertvolle Schriften zu ver- weisen: 1) Klinghardt,Ein Jahr Erfahrungen mit der neuen Methode. 2)Drei weitere Jahre Erfahrungen mit der imitativen Methode.(Marburg, Elwert.) 3) Vietor& Dorr,Englisches UÜbungsbuch(zum Englischen Lesebuch).(Leipzig, Teubner.) 4) Junker,Lehrversuche im Englischen nach der neuen Methode. (Jahresbericht der Realschule zu Bockenheim 1893) undNeuere Sprachen I, 25.

Über die Frage nach dem Aussprache-Unterricht herrschen noch die verschiedensten Anschauungen. Ich stehe nach wie vor auf der in den obigen Schriften vertretenen und durch die Er- fahrung erprobten Ansicht, daß eine gründliche lautliche Schulung unter Benutzung von Texten in Lautschrift am schnellsten und sichersten zum erwünschten Ziele führt. Je größer die Abweich- ungen der Aussprache von der Orthographie sind, je mehr also Anlaß zu falscher Aussprache gegeben wird, eine desto festere Stütze für Gewinnung einer lautreinen Aussprache gewährt das gründliche Studium von Lautschrifttexten, in denen nur das Lautbild dem Schüler vor Augen tritt und jegliche Irreleitung durch die oft so unlautliche Orthographie gemieden wird.

Wenn man von Lauttexten absehen wollte, so könnte dies in einer Klasse geschehen, die, wie die IIe nach dem Frankfurter Reformplan, jeden Tag eine Stunde englischen Unterricht hat, wo also die Eindrücke von einem Tag zum andern besser haften müssen als da, wo weniger Stunden zur Verfügung stehen. Dem- zufolge habe ich in diesem Jahre die Lautschrift nur in geringem Maße angewandt und bin nach Durcharbeitung der aus der Vietor- schen Lauttafel entwickelten und an der Wandtafel niederge- schriebenen Lauttexte sofort zur gewöhnlichen Orthographie über- gegangen.

Im Vergleich mit dem Anfangsunterricht im Englischen, den ich zum letzten Male an der Realschule zu Bockenheim mit aus- schließlicher Benützung von Lauttexten während des ersten Viertel-