Aufsatz 
Festrede bei der Feier der 100. Wiederkehr des Todestages Friedrich Schillers
Entstehung
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zu unterscheidender Mottenarten durch Herrn Professor Dr. H. Rebel in Wien, dem ich somit gleichfalls zu bestem Dank verpflichtet bin.

Meine Exkursionen erstreckten sich auf die ganze Umgebung von Graz. Insbesondere wurde nebst dem an Mikros reichen Schloßberg die nördliche Umgebung der Stadt, also der Reinerkogel und Rosenberg, Maria-TProst, die Platte, Weinitzen, die beiden Weizgräben nächst Andritz, dann St. Gotthard und Gösting, die Auerteiche bei Gratwein, Rein mit, dem Pleschkogel und Peggau öfters besucht. Eine reiche Fauna beherbergt, auch der Plabutsch und der Buchkogel, die Gegend von Bründl und St. Martin im Westen von Graz. Gegen Süden ist die Mannigfaltigkeit der Arten wegen des daselbst vorherrschenden Getreidebaues geringer. Ich sammelte hier einige Male in den Mur-Auen bei Puntigam und am Wildoner Schloßberg. Auch St. Peter und Lustbühel im Osten von Graz wurden berücksichtigt.

Im Gailtale bildeten die nähere Umgebung von Hermagor und Mödern- dorf, namentlich die Garnitzenschlucht und der Eggforst, ferner Radunig, Vellach, Preßegg, Paßriach, Vorderberg und der Guggenberg die am häufigsten aufgesuchten Fangplätze. Aber auch die Plöcken, die Rattendorfer, Kühweger, Egger und Feistritzer Alm sowie der Paludnig und Osternig in den Kar- nischen und der Golz in den Gailtaler Alpen wurden wiederholt besucht. Uberdies sind aus Kärnten noch die Gegend von Feldkirchen, Steindorf am Ossiacher See, Bad Villach, Arnoldstein und Pontafel mehrfach als Fund- orte genannt worden.

Für die Nomenklatur und für das System war mir der im Jahre 1901 erschieneneKatalog der Lepidopteren des paläarktischen Faunengebietes von Dr. Staudinger und Dr. Rebel maßgebend.

I. Zünsler.

Galleriinae.

Melissoblaptes Foedellus Z. Nur einmal im Juni am Rosenberg am Licht gefangen.

Aphomia Sociella L. Sowohl um Graz als auch um Hermagor von Mai bis August häufig; die Raupen in Hummelnestern.

Galleria Mellonella L. Um Graz in den Sommermonaten ebenfalls häufig; die Entwicklung erfolgt in Bienenstöcken.

An den beiden letzten Arten kann man ein sehr auffälliges Schwanken

ihrer Größe beobachten.

Crambinae.

Crambus Coulonellus Dup. Im Juli und zu Anfang August in den Karnischen Alpen nicht selten: am oberen Spielboden in der Plöcken(1800 m), in der Kühweger Alm(1300 1500 m), am Paludnig(1800 m).

C. Inquinatellus Schiff. Um Hermagor, Pontafel und Feldkirchen(in Kürnten) Ende Juli und im August allgemein verbreitet. In Graz noch Anfang September vorhanden.

C. Tristellus S. F. Um Hermagor, Arnoldstein, Villach und Feldkirchen im August häufig, und zwar sowohl typisch als auch ohne den medianen Silberstrich in den Vorderflügeln(ab. Paleella Hb.) Um Graz noch im September beobachtet.