it diesem Verzeichnis erhält eine fast siebenjährige Arbeit M an der Neuordnung unserer Schülerbücherei einen vor- läufigen Abschluß. Als ich im Sommer 1904 die Bücherei übernahm, bestand sie, wie früher wohl die meisten derartigen Einrichtungen, aus einem einzigen großen Büchervorrat, aus dem die Ober- und Mittelklassen versorgt werden konnten, während die Unterklassen noch leer ausgingen. Sie enthielt neben viel Wertvollem auch vieles Minderwertige. Man brauchte sich nur ihre bisherige Geschichte vor Augen zu halten, um das zu verstehen. In der Hauptsache aus Geschenken gegrün- det, hat sie sich auch zum großen Teil aus Geschenken ver- mehren müssen, da der städtische Haushaltsplan nur eine Summe von jährlich 150 Mark für sie auswarf, eine Summe, die gelegentlich ganz, öfters zum größten Teil für Ausbessern, Neubinden und dgl. aufgebraucht wurde. Wer nun aus eigener Erfahrung weiß, was für Bücher es meist sind und in welchem Zustande sie sich befinden, die den Schülerbüchereien als Ge- schenke zufließen, der wird verstehen, daß trotz der mühsamen und sorgfältigen Sammlerarbeit der früheren Verwalter vieles sehr verbesserungsbedürftig blieb. Wir sind nun seit einiger Zeit etwas besser gestellt, da wir seit 1908 einen städtischen Zu- schuß von 370 Mark jährlich erhalten. Außerdem ergab ein zum besten unserer Bücherei veranstaltetes Schulfest einen Reinertrag von annähernd 300 Mark. So konnte doch schon manches zur Ergänzung des Büchervorrates geschehen. Aber
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