Leſebücher von Hopf und Paulſiek für VI—IV und einige andere wohlerhaltene Schulbücher.— b) Von dem Abit. Fritzſche ebenſo eine Anzahl gebrauchter Schulbücher.
d) Von Privaten: 1) Von Herrn Stud. Fritzſche: Novum testamentum Graece. Rec. C. de Tischendorf. Edit. 11. Lips. 1889.— 2) Von Herrn Fabrik⸗Direktor Guſt. Manteuffel dahier: Roſenberg, A., Geſchichte der modernen Kunſt. 2. Aufl. Leipz. 1891—94. Drei ſchöne Halbfranzbände.
Die naturwiſſenſchaftlichen Sammlungen erhielten folgende Geſchenke: 1) Von Frau Ober⸗ bürgermeiſter Pauline Rang einen 52 cm langen und 8 em hohen Glaskaſten mit einer ca. 100 Stück enthaltenden ſchönen Eierſammlung.— 2) Von Herrn Dr. Raabe ein ausgeſtopftes Exemplar eines weißen Raben.
VI. Stipendien und Anterſtützungen.
Das Schulgeld konnte 50 Schülern ganz oder teilweiſe erlaſſen werden. Die Summe des Erlaſſes, welcher 10% der Soll⸗Einnahme nicht überſteigen darf, betrug 3130 Mark
Das Staatsſtipendium(129 Mark) wurde an den Oberſekundaner Alsheimer, die Quartaner Freys und Adam Wolf mit 50, 40 und 39 Mark vergeben; das Wehner'ſche Stipendium(36 Mark) erhielt der Oberprimaner Adolf Schmidt, das Haberſack'ſche(35 Mark) der Unterſekundaner Braun; von dem Ertrage des Och'ſchen Stipendiums(165 Mark) wurden die Oberprimaner Ramb und Hartmann, ſowie der Oberſekundaner Graf mit je 35, der Oberſekundaner Nebel und der Untertertianer Hahn mit je 30 Mark bedacht; das Moſer'ſche Stipendium(21 Mark) wurde dem Untertertianer Vorndran und das Schmitt'ſche(60 Mark) den Quintanern Jenior und Müller verliehen.
Die von dem Komitee der ſog. Wohlthäterſtiftung, welches zur Zeit aus den Herren Dom⸗ dechant Prof. Dr. Braun, Leihhaus-⸗Inſpektor Kriſch, Sanitätsrat Dr. Schneider und Hof⸗Apotheker Dr. Siemens beſteht, veranſtaltete Sammlung ergab in dieſem Jahre den Betrag von 332 Mark. Zur Unterſtützung von 11 Schülern wurden wieder 400 Mark zur Verfügung geſtellt. Davon erhielten fünf je 40, vier je 35 und zwei je 30 Mark.— Der Kapitalfonds beläuft ſich dermalen auf 7470 Mk. 62 Pf. Davon ſind 5200 Mark(= 6500 Franks) in Oſterr. Staatsbahn⸗Prioritäten, 1800 Mark in Schuld⸗ verſchreibungen der Landeskreditkaſſe zu 3 ½¼%, der Reſt bei der ſtädt. Sparkaſſe zu 3% verzinslich an⸗ gelegt. Sowohl den verehrten Herren, welche die Stiftung unter ihre fürſorgliche Obhut genommen, als auch allen denen, die durch ihre Gaben das ſchöne Liebeswerk haben fördern helfen, fühle ich mich ge— drungen, im Namen unſerer Anſtalt den wärmſten Dank abzuſtatten. Möge der edle Zweck der Wohl⸗ thäterſtiftung auch in Zukunft Anerkennung und Zuſtimmung finden, damit es ihr an Gönnern und Freunden niemals fehle, die ihr die Erfüllung ihrer Aufgabe fortdauernd ermöglichen! Das walte Gott!
Aus den Zinſen der Jubiläums-Stiftung erhielt der Oberprimaner Selzer 50 ½, der Unter⸗ primaner Hain ſowie der Unterſekundaner Grube je 50 Mark.— Zu dem Kapital der Stiftung ſind weiter hinzugekommen: 40 Mark von den diesjährigen Abiturienten.— Dasſelbe beträgt gegenwärtig rund 4715 Mark.
Die Zinſen des Pfarrer Kobel'ſchen Stipendiums(105 Mark) wurden an den Quartaner Wilhelm Wolf, einen nahen Verwandten des Stifters, vergeben.


