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Naturwiſſenſchaften(beſonders die Phyſik) gewonnen, die es allerdings auch am dringendſten nötig hatten. Es ſtehen jetzt 5 Räume zur Verfügung, der elektriſche Strom kann von einer Schalttafel abgenommen werden, auch für Schülerübungen iſt ein Raum bereitgeſtellt. Im Dachgeſchoß iſt ein geräumiger Singſaal geſchaffen worden und darüber eine Sternwarte oder beſſer ein Ausguck für den heimatkundlichen Unterricht. Die ganze Schule einſchließlich des Feſtſaales iſt neu hergerichtet und in ſämtliche Räume unter der Leitung des Herrn Ingenieurs Schneider elektriſches Licht eingeführt worden. Der Schuldiener hat ein eigenes Wohnhaus erhalten. Wir ſind den ſtädtiſchen Behörden für dieſe ſeit vielen Jahren als notwendig anerkannten Bauarbeiten herzlich dankbar. Die Zukunft muß beweiſen, ob damit alle berechtigten Wünſche erfüllt ſind.
Nach den großen Ferien kehrte Herr Profeſſor Dr. Ellmer von ſeiner Studienreiſe nach Frankreich zurück und übernahm ſeinen Unterricht wieder.
Am 15. Auguſt beſuchten die Klaſſen—VII die Kriegsmarineausſtellung.
Der Sedantag wurde diesmal durch Klaſſenausflüge gefeiert; in den Feiern unter Gottes freiem Himmel wurde des hundertjährigen Todestages von Theodor Körner gedacht. Die oberen Klaſſen hatten die betr. Lieder und Gedichte ſelbſt ausgewählt, und einige hielten auch Gedächtnisreden.
Am 31. Auguſt ſtarb die hoffnungsvolle Schülerin Saſcha Donalies, ein hochbegabtes, liebenswürdiges Kind, das unſerer Schule nur wenige Wochen angehörte, ſich aber in dieſer kurzen Zeit die Liebe ihrer Lehrer und Mitſchülerinnen erwarb. Wir nehmen an dem tiefen Schmerz der Mutter herzlichen Anteil.
Am 25. September gab der Geſangchor der Humboldtſchule unter Leitung des Geſanglehrers Herrn Hofmann und mit Unterſtützung der Konzertſänger Herren Lamb und Noß ein Richard Wagner⸗Konzert zum Beſten der Kinderfürſorge in Frankfurt a. M. Das Konzert war gut beſucht, der Feſtſaal erſtrahlte in dem neuen elektriſchen Licht, die Chöre gingen gut, Fräulein Heyeckhaus begleitete auf dem Klavier. Die Einnahme(es waren Karten zu 1 M. ausgegeben) betrug 272 M., die Ausgabe 28,50 M., ſo daß ein Ueberſchuß von 243,50 M. an den Vorſitzenden des Ausſchuſſes für den Kinderhilfstag, Herrn Bürgermeiſter Luppe, abgeführt werden konnte. Hier die Vortragsfolge: 1. Chor der Friedensboten aus„Rienzi“. 2. Baritonſolo: Wolframs erſter Geſang aus„Tannhäuſer“. (Herr F. Noß, Konzertſänger) 3. Pilgerchöre aus„Tannhäuſer“. 4. Baritonſolo: Lied an den Abendſtern aus„Tannhäuſer“. (Herr F. Noß, Konzertſänger.) Kluviervortrag: Siegfried⸗Idyll, für Klavier zu 4 Händen eingerichtet von Rubinſtein. (Johanna Zink und Lore Lindner, Kl. Ia.) 6. Tenorſola: Gralserzählung aus„Lohengrin“. (Herr W. Lamb, Konzertſänger.) 7. Klauiervortrag: a) Walhall aus„Rheingold“, für Klavier zu 2 Händen eingerichtet von Braſſin. b) Siegfried und der Waldvogel aus„Siegfried“, für Klavier zu
2 Händen eingerichtet von Rubinſtein. (Herr Geſanglehrer Hofmann.)
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