6
dichten.— Unterscheidung der Laute. Selbstlaute und Mitlaute. Stimmhafte und stimmlose Laute. Aussprache und Schreibung der Laute zum Teil im Anschluß an die Lauttafel von Schnell. Bezeichnung der Dehnung, der Schärfung, des Umlautes. Die Silbentrennung.— Unterscheidung von Dingwort, Eigenschaftswort und Tätig— keitswort. Geschlecht, Ein- und Mehrzahl der Dingwörter. Wortbildung durch Vor- und Nachsilben.— Schriftliche Arbeiten: Abschreiben, Diktate, Niederschrift aus dem Gedächtnis. Grammatische Ubungen. Rechtschreibeübungen. Sommer: Fries. Winter: Lucas. 3. Rechnen. 5 St. Die vier Spezies im Zahlenraum t bis 1000. Sommer: Fries. Winter: Lucas. 4. Schreiben. 4⁴ St. Die kleinen und großen Buchstaben des deutschen Alphabets. Sommer: Fries. Winter: Lucas. Singen. 1 St. Volkstümliche Lieder aus dem Anschauungskreis der Kinder. Stimm— bildungsübungen. Sommer: Pries. Winter: Lucas.
3. Vorklasse.
Klassenlehrer: Müller.
1. Religion. a) Evangelische. 2 St. Einige ausgewählte Geschichten aus dem alten und neuen Testament. Dazu einige Gebetchen, Sprüche und Liederverse. Müller. b) Katholische. 2 St. Vereinigt mit der 2. Vorklasse. Lucas.
2. Deutsch(Schreiblesen). 11 St. Anschauungsunterricht im Anschluß an die Um— gebung des Kindes und an Bilder. Zeichnen und Formen einfacher Gegenstände. Hör- und Sprechübungen zur Erzielung einer reinen Aussprache. Nacherzählen. Vortrag kleiner Gedichte und gesungener Liedchen. Ubergang vom Laut zur Schrift. Lautier- und Buchstabierübungen. Lesen deutscher und lateinischer Schrift in Bangerts Fibel. Schreiben des kleinen und großen deutschen Alphabets von An— fang an ins Heft, erst mit Blei, dann mit Tinte. Ubungen im Abschreiben von der Wäandtatel und aus der Pibel. Diktat von Wörtern und Sätzen mit lauttreuer Schrei- bung. Ubung im Erkennen des Dingwortes nach Geschlecht, Ein- und Mehrzahl.
☚
Müller. 3. Rechnen. 5 St. Die vier Grundrechnungsarten im Zahlenraum von 1— 20. Addi-— tion und Subtraktion von 1—100. Müller. Technischer Unterricht. Turnen.
Die Anstalt besuchten(mit Ausschlußmder Vorschulklassen) im Sommer 79. im Winter 77 Schüler. Von diesen waren befreit:
Vom Turnunterricht Von einzelnen Ubungs-— überhaupt arten Auf Grund ärztlichen Zeugnisses... im S.: 5, im W.: 1 im S.: 1., im W.: 2 Aus anderen Gründen....»· im S.:—, im W.— im S.:—, im W.:— zusammen im S.: 5, im W.: 1 im S.: l., im W.: 2 AlSo von der Gesamtzahl der Schüler. im S.: 5,8%, im W. 1,5 PHim S.: 1,27, im W. 2,6%
Den Turnunterricht erteilten in Vp und VI Hierr Oberlehrer Dr. Schweikart, in der 2. Vor— klasse im Sommer Herr Fries, im Winter Herr Lucas. Die Ouintaner und Sextaner erhielten je 5 Stunden, die Schüler der 2. Vorklasse je 2 Stunden Unterricht. Je nach der Witterung wurden die Turnstunden entweder in der Turnhalle oder auf dem Schulhofe abgehalten, der mit Reck, Barren und Springgrube versehen ist..
lJugendspiele.
Die lugendspiele fanden im Sommer an den Montag Nachmittagen im Ostpark staft und wurden von Herrn Bries geleitet. Es nahmen 6é8 Schüler, also 86,1% der Gesamtzahl, an den Spielen teil. Schwimmen.
Unter Aufsicht des Herrn Müller nahmen 21 Schüler in einer hiesigen Badeanstalt Schwimm— unterricht. 7 Schüler davon wurden Freischwimmer. Eine größere Anzahl von Schüllern wurde durch die ungünstige Witterung des vergangenen Sommers verhindert, sich zu Freischwimmern auszubilden.


