In diesem Sinne wird der einzelne Leiter An einen zu- sammenhängenden Körper vorstellen, welcher von einer ein- oder mehrfach zusammenhängenden Aussenfläche um- schlossen wird, aber eine oder mehrere ein- oder mehr- fachzusammenhängende Innenflächen besitzen kann, die je- doch nie einander gegenseitig einschliessen. Die zwischen Innen- und Aussenflächen befindliche leitende Substanz füllt den eigentlichen Raum des Kör- pbers An aus, während die von ihm eingeschlossenen nichtleitenden, oder theilweise mit anderen nicht berühren- den eingeschlossenen leitenden Körpern erfüllten, Hohlräume nicht zu An zZählen, ebensowenig als die eingeschlossenen Körper. Auf die so definirten Räume A erstreckt sich dem- nach die Gleichung(5). Falls der eingeschlossene Körper den einschliessenden von innen berührte, so würden beide nur einen einzigen ausmachen, dessen innere Oberfläche aus der inneren des einschliessenden und aus der äusseren des eingeschlossenen bestünde. Im Gegensatze zu den seitheri- gen Feststellungen halte ich es für physikalich unzulässig, sich blosse leitende mathematische Flächen zu den- ken, da sie nur eine Fiction des Geometers sind.
Der oft ausgesprochene Satz, dass sich im Inneren eines Leiters im Gleichgewichtszustande keine freie Elektricität befinde, ist dann nur auf die mit der leitenden Substan⸗ ausgefüllten Räume, innerhalb deren zwar allerdings keine Experimente angestellt werden können, auszudehnen. Die inneren Oberflächen des einhüllenden Körpers sind nämlich allerdings elektrisch, sobald sich elektrische Kör- per in den Hohlräumen befinden. So kann z. B. eine Hohl- kugel, deren äussere und innere Oberfläche bezüglich S und S“ sein mögen, und in deren Centrum sich isolirt eine Kugel mit der Elektricitätsmenge„ befindet, nach ableiten- der Berührung auf S unelektrisch erscheinen, während sich auf der Innenfläche S¹ die elektrische Masse— M gleich- förmig im Gleichgewichte ausgebreitet vorfindet.
Wenn nun auch das Verschwinden der Ausdrücke(6)


