Aufsatz 
Eine Schillerrede an die Schüler
Entstehung
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M. Schule und Haus.

Um das für die Erreichung der Erziehungs- und Unterrichtsaufgabe der Schule so wichtige Einvernehmen zwischen Schule und Haus nach Möglichkeit zu pflegen und einen regen Verkehr der Eltern der Schüler mit den Professoren der Anstalt anzubahnen, wird zu Beginn des Schuljahres für jeden Professor eine Sprechstunde in der Woche bestimmt, in welcher er bereit ist, eiugehende Aus- künfte über die Leistungen und die disziplinare Haltung seiner Schüler den nach- fragenden Eltern zu erteilen. Diese Sprechstunden-Ordnung wird sowohl durch Anschlag an der Ankündigungstafel der Anstalt und an der Türe des Sprech- zimmers als auch durch Mitteilung an die Schüler durch dle Klassenvorstände bekannt gemacht. Außerdem können die Eltern auch täglich in der Unterrichtspause um 10 Uhr von den im Konferenzzimmer anwesenden Professoren kürzere Auskünfte erhalten; es wird gleichfalls bekannt gegeben, an welchen Tagen jeder Professor um diese Stunde zu sprechen ist. Für den Verkehr der Eltern mit den Professoren ist ein eigenes, unmittelbar neben dem Konferenzzimmer liegendes Sprechzimmer eingerichtet. Im allgemeinen wird von diesen Einrichtungen von Seite der Eltern ein reichlicher Gebrauch gemacht und in den meisten Fällen ein auf gegenseitigem Vertrauen beruhendes Einvernehmen zwischen Schule und Elternhaus erzielt.

Die Termine für die Zensurkonferenzen werden zu Beginn jedes Semesters durch Anschlag bekannt gegeben. Am Vortage und am Tage der Konferenz sowie wührend der letzten 2 Wochen jedes Semesters werden über das sittliche Verhalten, den Fleiß und Fortgang der Schüler keine Auskünfte erteilt.

Nach jeder Konferenz werden die Eltern jener Schüler, deren Leistungen oder Betragen Anlaß zu Ermahnung oder Tadel gegeben haben, von diesem Er- gebnisse schriftlich verständigt.

Falls einzelne Vorkommnisse oder besondere Wahrnehmungen der Schule eine unmittelbare Verständigung mit dem elterlichen Hause als wünschenswert erscheinen lassen, werden die Aufsichtsträger der Schüler schriftlich eingeladen, sich zu bestimmter Stunde bei dem Klassenvorstande oder dem Direktor zur notwendigen Besprechung einzufinden. In dringenden Fällen erfolgt die Verstän- digung über Auftrag der Direktion durch den Schuldiener.

UÜber denSchottenfelder Kollegentag9, dessen hehre Aufgabe es ist, die Anhünglichkeit der ehemaligen Schüler an unsere Lehranstalt wach zu erhalten, zu pflegen und in edle Taten umzusetzen, vergl. S. 14.