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sodann beim herausstehenden Ende erfabt und in demselben Sinne gedreht wird wie im ersten Falle. Durch Wiederholung dieses einfachen Verfahrens kann den Schnüren ein beliebiger Grad der Spannung gegeben und dadurch ein möglichst strammes Festsitzen des Stopfens im Flaschenhalse erzielt werden, ohne das Stopfen selbst irgendwie deformieren zu müssen.
Zum Schlusse sei erwäühnt, daß es zweckmäſßig ist, zwischen Kautschukstopfen und Messingplatte etwas Talkumstaub zu appli- zieren; hiedurch wird ein Festwachsen der Platte am Stopfen verhindert.
17. UÜber eine beim Korkbohren zweckdienliche Vor- richtung.
Soll mit einem gewöhnlichen Korkbohrer, von denen meist mehrere zu einem„Satze“ vereinigt sind, ein Kork einfach durch- locht werden, so ist, wie bekannt, darauf zu achten, daß die Bohrung hübsch in der Längsachse des Stopfens verläuft. Bei einiger Ubung ist dieser Forderung ganz gut zu entsprechen.
Schwieriger wird die Sache, wenn zwei oder gar drei Bohrungen in paralleler Richtung ausgeführt werden sollen; hiezu muß ein Geschick vorhanden sein, über das nicht jeder- mann verfügt, auch nicht bei ziemlicher UÜbung. Wie unschön, ja selbst unbrauchbar solche Pfropfen dann ausfallen, weiß jeder, der sich mit der Zusammenstellung von Apparaten zu be- schäftigen hat.
Gute Arbeiten lassen sich diesbezüglich mit der Kork- bohrmaschine von Franz Hugershoff liefern, die sich u. a. in Arendts„Technik der Experimentalchemie“, 3. Aufl., S. 145, abgebildet und beschrieben findet.
In guter Ausführung ist diese Maschine allerdings etwas teuer. Aus diesem Grunde und weil sich in fast jedem Labo- ratorium gewöhnliche Bohrersätze finden, hat Verf. sich bemüht, auch mit letzteren eine gute Parallelbohrung zustande zu bringen, und ist auf zweierlei Wegen zu einem befriedigenden Resultate gelangt.
1. Man wählt ein gewöhnliches Eisenstativ mit rechteckiger Fuſsplatte, auf dessen Stange zwei starke Eisenklemmen mittels Muffen befestigt werden. Die Innenflächen der Klemmen sind mit Korkplatten zu überkleiden.
Auf die Fußplatte kommt eine starke Pappe, damit der später aufdrückende Bohrer nicht stumpf werde. Der zu durch- bohrende Kork kommt, nachdem er entsprechend weich gemacht worden, auf diese Pappe zu stehen; die eine Klemme aber wird so niedrig gestellt, dab der Kork zwischen ihren Backen fest- gehalten werden kann. Nach Festklemmung des Stopfens wird die zweite Klemme so über der ersten befestigt, daß sie den auf den Kork aufgesetzten Bohrer etwa in seiner Mitte umfaßt;


