Aufsatz 
Ein Jahrhundert aus der Geschichte der höheren gelehrten Schulen Fuldas : 1734-1835 : Festschrift zur Feier des 50. Stiftungsfestes des jetzigen Königlichen Gymnasiums zu Fulda am 25. Mai 1885 / von Prof. Jakob Gegenbaur
Entstehung
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(1793), vertauschte jedoch seine Stelle mit der Pfarrei in Geismar am 19. Juli 1802, wo er im Oktober 1823 abzog, um die Leitung als Okonom im bischöflichen Seminar zu übernehmen. Er starb am 19. Okt. 1846. Der mit ihm 1793 als Lehrer der Vorbereitungsschule eingetretene Balthasar Joseph Trainer war 1800 Professor am Gymnasium geworden. Derselbe war am 27. Febr. 1771 zu Hün- feld geboren; er fand bei der Umgestaltung des Gymnasiums ebenfalls wie Leinberger keine Ver- wendung und bewarb sich deshalb um die erledigte Pfarrei auf dem Florenberge, welche er am 10. März 1806 erhielt, aber 1823 mit der von Salzschlirf vertauschte. Er starb am 7. Oktober 1837. Karl Henkel war 1800 als Lehrer der Vorbereitungsschule ernannt worden; am 4. Okt. des Jahres 1802 wurde er mit Pfaff und Heinrich Joseph Habersach aus Fulda, welch letzterer seit 1800 In- struktor der Edelknaben gewesen war, als Professor am Gymnasium zugleich mit Pfister, der Direktor wurde, verpflichtet; als solcher ging er 1804 an das fürstlich-oranische Gymnasium über.

Die Stelle Leinbergers erhielt der seitherige Lehrer der Vorbereitungsschule David Wagner, geb. zu Holzkirchen am 1. Mai 1777, und an dessen Stelle rückte provisorisch Philipp Wehner, geb. am 5. November 1780, nach. Die beiden letzteren gingen, die einzigen aus dem hochfürstlichen Gymnasium, als Professoren mit in das 1835 neu organisierte Gymnasium über; der am 18. Sept. 1802 zum Priester geweihte Burkhard Schell war Korrepetitor der Mathematik und Philosophie und wurde nach Aufhebung der Universität zum Lehrer der Mathematik und Religion 1805 durch den Prinzen von Oranien ernannt.