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Turnfahrten unternahmen die einzelnen Klassen am 5. Juni, teils nach dem Deister, teils nach dem Ith und der Oberweser bei günstigem Wetter; Fusswanderungen veranstaltete der Hülfslehrer Erdniss, teilweise zusammen mit dem Hülfslehrer Dr. Thiele- mann, in jedem Vierteljahre einmal mit den Schülern a) der Sexta und Quinta, b) der Quarta und Tertia, c) der Sekunda(22. Dez. nach Porta, Minden und Bückeburg); und zwar dreimal in Begleitung des Schülerbläserchors.
Baden und Schwimmen: Die Schule besitzt eine eigne Badeanstalt. Zur Sicher- heit der Badenden war während der Badezeit, die vom 15. Mai bis 19. September dauerte, ein Schiffer täglich mit einem Kahne an der Badestelle anwesend. 42 Schüler haben das Schwimmen erlernt. Von 182 Schülern waren 110 Schwimmer und davon 46 Frei- schwimmer, also 61% bezw. 41,8%.[Vier Schüler haben 60, drei Schüler 30 Mi- nuten in der freien Weser geschwommen.]
b) Schreiben: IIl und IV: 1 Std. w. für die schlecht schreibenden Schüler. Dr. Haesecke. V und VI je 2 Std. w.— Deutsche und lateinische Schönschrift nach Vorschriften an der Schultafel. Gündel.
Im Sommer- und Winterhalbjahre erlernten und übten in je 2 Stunden wöchent- lich 22, bzw. 20 Schüler(Primaner, Sekundaner und Obertertianer) des Schüler-Steno- graphenvereins in zwei Abteilungen unter Leitung eines Unterprimaners Stenographie nach Stolze-Schreyschem System, im letzten Vierteljahre schrieb eine Abteilung bis zu 190 Silben und las bis zu 380 Silben in der Minute.
c) Zeichnen: V: 2 Std. w.— Ubungen im Skizzieren und im Zeichnen aus dem Gedächtnisse krummlinig und geradlinig begrenzter Gebrauchsmodelle. Ubungen im Treffen von Farben nach farbigen Gegenständen. Pinselzeichnen nach dem Gedächtnisse oder nach flüchtig gezeigten Modellen, Ausschneiden mit der Schere, Modellieren auf allen Stufen.
IV: 2 Std. w.— Ubungen der Quinta, dann Zeichnen flacher Formen wie Natur- blätter, Schmetterlinge, Federn. Malen von Silhouetten, Ausschneiden mit der Schere.
III,2: 2 Std. w.— Darstellung von körperlichen Gebilden und Gebrauchsgegen- ständen mit gerader und gekrümmter Oberfläche im Massenunterricht. Wiedergabe der Beleuchtungserscheinung auf farbigem Papier in Aquarellfarben; Pinselzeichnen, Farben- treffübungen, Wandtafelzeichnen.
III,1: 2 Std. w.— Im Gruppen- bezw. Einzelunterrichte Wiedergabe von schwierigen Gebrauchsgegenständen, Skizzieren von Innenräumen. UÜbungen wie III, 2.
Il und I: 2 Std. w.(wahlfrei).— 10 Schüler im Sommer, 8 Schüler im Winter. — UÜbungen im Malen mit Aquarellfarben, Skizzieren im Freien, Farbentreffübungen, Gedächtnisübungen, Pinselzeichnungen, Rechtwinklige Projektionen mit Schnitten, Zentral- projektion. Gündel.
d) Singen: VI und V: 2 Std. w.— Das Notensystem. Dur- und Molltonleiter. Geübt wurden Choräle und Volkslieder aus dem Schulliederbuche von Schwalm. Pfetzing. Chor: Je 1 Std. Sopran und Alt, Tenor und Baß, gemischter Chor.— Gesungen
wurden geistliche und weltliche Lieder aus den eingeführten Chorbüchern von Sering& Schwalm, sowie die Chöre aus Adolf Klages: Die Zwerge im Hübichenstein. Pfetzing.


