Aufsatz 
Schiller als nationaler Dichter. Gedächtnisrede auf den hundertjährigen Geburtstag Friedrich Schillers, gehalten am 10. November 1859
Entstehung
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XII

Hue ades mitis posita pharetra, Luce sollemni properat salutans

Phoebe, non arcu est nec opus sagittis, Civium gratus chorus, ima promens

Quas tuo sensere duces Achivum Vota, non vanosque Tibi merenti Numine laeso; Praebet honores.

Hue ades festam celebrare lucem, Coniugis gaudens mulier triumpho

Et simul blandos citharae secuta Per genas adstat lacrimis obortis,

Ad sonos tecum properet novena Adstat et claro patre filiorum Turba sororum. Digna propago.

Quinque nam lustris hodie peractis Prodeunt verbis Prde basgne faustis,

Sol redit lumen referens, severi Quis simul Tecum iuvenile pectus

Unde Dünpuruni studii palaestra Artibus formare bonis probisque Te duce, Foertschi, Est opus unum.

Floret et cinctus iuvenum corona Cumque collegis duce Te- icerbi

Ceream mentem stabilis et omnes Care Foertschi, nos quoque, longa turba

Ad vices firmas, quibus haec eaduca Quis opes olim Tua docta priscas Fluctuat aetas. Lingua reclusit.

Incitans segnes, nimium feroces Adsumus Divo pia nuncupantes

Voce compéscens animos minaci, Vota felicemque diem magistro

Semitam cunctis aperis ad altae Multa pars ipsi Tibi gratulamur, Praemia laudis. Mentibus omnes.

Iamque taedarum rutilante flamma Audiet clemens moderator orbis

Fulgor hesternas micuit per umbras, Supplicum voces dabit atque seros

Voxque ter laete penetravit astra Fausta sors ut Te patriae Tuisque

liscipulorum. Servet in annos.

Hierauf hatte der Director die Ehre, als Abgeordnete des hochwürdigen Domca- ituls Herrn Domdechant und Geh. Justizrath von Rabenau und Herrn Präsident a. D. Freiherrn von und zu Mannsbach bei sich zu sehen. Sie erfreueten ihn mit den herzlichsten Glückwünschen des hochw. Domcapituls und einem höchst ermuthigen- den Gratulationsschreiben des Königl. Provinzial-Schulcollegiums. Ausserdem überreichten sie ihm einen silbernen, sehr geschmackvoll gearbeiteten Pokal nebst einem Schreiben des hochw. Domcapituls, worin ihm eine jährliche Gehaltszulage von 100 Thlr. zuge- sichert wurde. Den Glückwünschenden schlossen sich auch die städtischen Behörden, die Königl. Landesschule Pforta, das Directorium der Franckischen Stiftungen in Halle (an denen der Director als Lehrer thätig gewesen war), das Stiftsgymnasium in Zeitz und das Lehrercollegium der hiesigen Knaben-Bürgerschule an. Der Director der Iduna in Halle, Herr Dr. Irogen ein ehemaliger Naumburger Schüler, verehrte ihm ein eben von ihm herausgegebenes Schriftchen über die Staats- Pensions- und Wittwen- Kassen. Ausserdem erhielt er eine grosse Anzahl von Gratulationsschreiben in deutscher und lateinischer Sprache von Freunden sowohl(z. B. Herrn Director Eckstein in Halle), als auch von frühern Schülern, von den beiden Lehrern an der Realschule in Halle, den Herren Rud. Künstler und Hugo Prast auch eine lateinische Ode. In den Mittagsstunden holten ihn Mitglieder des Festcomité's(das aus den um die ganze Feier ausserordentlich verdienten Herren, Kreisrichter Glasewald, Stiftssyndicus und Stadtrath Assessor Richter, Superintendentur-Vicar Obstfelder, Professor Hülsen und Referendar Kassner bestand) zum Festdiner im Schützenhause ab. Vor demselben hatten sich alte Schüler in grosser Menge versammelt und empfingen ihn mit dem freundlichsten und herzlichsten Willkommen. Hinter seinem Platze im Speisesaale zeigte sich, vom Maler Hrn. Wei denbach gemalt, der Dom mit dem Gym- nasialgebäude. Nachdem Herr Domdechant von Rabenau sodann zunächst einen Toast in der Muttersprache auf Se. Majestät den König und des Prinz-Re- enten Königliche Hoheit und später in gewählter lateinischer Rede auf den irector ausgebracht hatte, folgte eine Menge jovialer und humoristischer Trinksprüche.