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lanilla zu, dem andern, Britannicus, war er lange entfremdet. Mit der Verlobung bzw. Verheiratung seiner Töchter Antonia und Oktavia hatte er kein Glück. Selbst über seinen Tod hinaus verfolgte ihn und seine Familie das Schicksal. Keines seiner ihn überlebenden Kinder starb eines natürlichen Todes,¹) und er selbst ist bis auf den heutigen Tag dem Fluche der Lächerlichkeit verfallen. Sein Un- glück war, daß er an den Stufen eines Thrones geboren wurde. Wäre er als gewöhnlicher Mensch zur Welt gekommen und hätte ihm das Glück eine treue Gemahlin beschert, er wäre vielleicht ein friedlicher stiller Gelehrte geworden, etwas cholerisch, etwas zerstreut, ein Freund einer gut besetzten Tafel, kein sonderlicher Held, in jedem Fall aber ein treuer Gatte und zärt- licher Vater. So aber gehört er zu den unglücklichsten Menschen, die die Erde getragen. Ein Leben voll Bitternisse und Enttäuschungen beschloß das Gift, das ihm die eigene Gemahlin gereicht..
¹) Britannicus und Oktavia wurden von Nero getötet. Tacitus ann. XIII 14 ff. XIV 60 ff. Suet. Ner. 33 f. Auch Antonia starb auf Neros Befehl. Suet. Nero 35.
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