Aufsatz 
Der Kaiser Claudius. Eine historische Studie
Entstehung
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Der Kaiſer Claudius

Eine hiſtoriſche Studie 6 von Prof. Dr. Hugo Willenbücher.

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Der Kaiser Claudius spielt in der Geschichte keine hervorragende Rolle. Er gilt als geistig minderwertig, unselbständig, feig und grausam, trotzdem eine Menge von Zügen von ihm erzählt wird, die mit dieser Ansicht in offensichtigem Widerspruch stehen. Um sich ein gerechtes Urteil über diesen Mann bilden zu können, muß man festhalten, daß es mit der Wahrheitsliebe der Ge- schichtsschreiber der ersten Kaiserzeit nicht weit her ist.¹) Steckte doch noch zu viel republikani- sches Blut in den Kreisen, die sich der Geschichtsschreibung widmeten, um in der Beurteilung der Kaiser volle Gerechtigkeit walten zu lassen. Dies zwingt uns selbst einem Tacitus gegenüber, ob- wohl dieser zweifellos gerecht sein will, zur Vorsicht und berechtigt uns zum Mißtrauen bei Nach- richten, die geeignet sind, die Vertreter des Kaisertums in den Augen der Leser herabzusetzen. Schon hat eine gerechtere Beurteilung des Tiberius Platz gegriffen; aber auch Claudius, dessen Bild heute noch allzu sehr verdunkelt erscheint, verdient es, gegen unbegründete Vorwürfe seiner Zeitgenossen in Schutz genommen zu werden.

I. Claudius vor seiner PThronbesteigung.

Claudius oder mit seinem vollen Namen Tiberius Claudius Drusus Nero Germanicus?), der jüngste Sohn des Prinzen Drusus und der jüngeren Antonia, wurde am 1. August unter dem Konsulate des Julius Antonius und Fabius Africanus d. i. im Jahre 10 vor. Chr. zu Lugdunum ge- boren*), wohin seine Mutter ihrem Gemahl von Rom aus gefolgt war. Nach dem frühen Tode seines Vaters, 9 vor Chr., siedelte Antonia mit ihm und seinen älteren Geschwistern Germanicus und Livilla von dort wieder in die Hauptstadt über, wo sie sich, zu dauerndem Wittum ent- schlossen, ganz der Erziehung ihrer Kinder widmete. Der iunge Prinz war im Gegensatz zu seinen Geschwistern ein häßliches, krankes, nervöses und eigenwilliges Kind. Es hat sich deshalb die Sage gebildet, als ob er von seinen Angehörigen, selbst von seiner Mutter, lieblos behandelt worden sei. Daß dies jedoch keineswegs der Fall war, beweisen unter anderem hauptsächlich Bruchstücke aus drei Briefen des Augustus, aus denen klar hervorgeht, einmal daß sowohl dem

¹) Tacitus, ann. I, 1. Flavius Josephus, Jüd. Altert. XX, 8, 3. ²) Den Beinamen Germanicus bekam er, nachdem sein älterer Bruder in die Julische Familie auf- genommen worden war. 18g ³) Sueton, Claud. c. 2. Dio Cassius 60, 5.(Seneca). Apokol. c. 6, 1. Flavius Josephus, Jüd. Altert. 9rO⸗