Aufsatz 
Festrede bei der Feier von Schillers Todestag am 9. Mai 1905
Entstehung
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holische Getränke besonders schädlich. Knaben, die in der Entwickelung begriffen sind, also mindestens bis zum 15. oder 16. Jahre, sollten dergleichen gar nicht geniessen.

Bücher, Atlanten und andere Unterrichtsmittel dürfen nur in gutem Zustande und mit Wissen und Erlaubnis der Eltern und Erzieher verkauft oder verschenkt werden.

Was für die Aufnahme in die VI. Klasse erforderlich ist, ist oben als Ziel der Vorschule angegeben.

Das neue Schuljahr beginnt am Dienstag, dem 24. April d. Js. Anmeldungen sind am Montag, dem 23. April, von 9 12 und 35 Uhr, ausnahmsweise auch früher und später, anzubringen. Mitzubringen sind der Geburtsschein, auch für einheimische Knaben, der letzte Impfschein und bezw. das Schulentlassungs-Zeugnis.

Die Ferienordnung für das Schuljahr 1906/07 ist folgende:

Schulschluss: Wiederbeginn des Unterrichts: Osterferien Sonnabend, den 7. April Dienstag, den 24. April, Pfingstferien Freitag, den 1. Juni Donnerstag, den 7. Juni, Sommerferien Freitag, den 6. Juli Dienstag, den 7. August, Herbstferien Sonnabend, den 29. September Dienstag, den 16 Oktober, Weihnachtsferien Sonnabend, den 22. Dezbr. 1906 Dienstag, den 8. Januar 1907, Osterferien 1907 Sonnabend, den 23. März 1907 Dienstag, den 9. April 1907. Das Schulgeld beträgt für Einheimische für Auswärtige in der Realschule: in der I. und II. Klasse 100 M. 106 M. in der III. und IV. Klasse 90 M. 96 M. in der V. und VI. Klasse 84 M. 90 M. in der Vorschule: in der 1. Klasse 60 M. 66 M. in der 2. und 3. Klasse 48 M. 54 M. ,

Hiermit nehme ich bewegten Herzens Abschied von der Anstalt, der ich 32 Jahre als Lehrer angehört habe, und die 29 Jahre lang meiner Leitung anvertraut war. Ich tue dies mit aufrichtigem Dank gegen Gott, der mir dazu bisher Kraft verliehen, gegen die vorgesetzten Staatsbehörden und ihre Vertreter für das vielfach bewiesene Wohlwollen, gegen die städ- tischen Behörden für die opferwillige Fürsorge, mit der sie die Schule erhalten und gefördert haben, und gegen die Lehrer von früher und jetzt für ihre treue Mitarbeit, in treuem Gedenken aller der Schüler, die mir in Liebe und Verehrung zugetan gewesen, und mit warmen Wünschen für das Wohl der Anstalt, dass dieselbe unter dem Segen des Höchsten fürder gedeihe und blühe zum Heil der bildungsbedürftigen und strebsamen Jugend, zur Freude ihrer Leiter und Lehrer, wie zur Ehre der Stadt und zum besten des Vaterlandes, 6 denen sie noch viele tüch- tige Männer erziehen möge!

Und so sage ich allen, die mir in meinem Amte nahe gestanden haben, besonders meinen werten Herrn Kollegen und meinen lieben Schülern ein herzliches Lebewohl!

Lübben, am 1. April 1906.

F. Weineck.