näpfe sind in der erforderlichen Anzahl in den Fluren angebracht. Im Giebel des Mittel- baues befindet sich eine Schuluhr mit weithin sichtbarem Zifferblatt; dieselbe gibt zugleich durch ein Läutewerk das Zeichen zum Beginn und Schluss des Uaterrichts.
Die Physikräume.
Die Räume für den physikalischen Unterricht liegen im südlichen Teil des zweiten Obergeschosses. Sie bestehen, wie aus dem Plane ersichtlich ist, aus dem auf der Ostseite gelegenen Lehrzimmer, dem nach Süden zu liegenden Vorbereitungszimmer, dem Chemikalien- Raum, dem Sammlungszimmer und der Dunkelkammer. Letztere wurde durch Teilung des Flurendes gewonnen.
Das Lehrzimmer für Physik ist 6,33 m breit und 11,55 m lang. Es hat einen Experimentiertisch nach Weinhold, 3,50 m lang, 80 cm breit und 90 cm hoch. Die Platte ist aus Eichenholz, 40 mm stark, in Rahmen und Füllungen gearbeitet und säurefest schwarz gebeizt. Der Tisch hat eine Vertiefung für Arbeiten mit Quecksilber, pneumatische Wanne mit Ventil, Uberlauf, Geruchverschluss und Abflussrohr, Brücke, Wasserleitungsrohr mit Hahn, 2 Wasserausgüsse und Abflussröhren, Abzugsrohr für schädliche Gase, geschützt liegende Leitung für den elektrischen Strom mit 8 Stöpselpolschrauben, sowie 2 schwere messingene Schlauchklappen. Der Tisch ist versehen mit je einer Rohrleitung für Wasser, Gas, Saug- und Druckluft. Die Gasleitung hat 4 Schlauchhähne, die beiden anderen Leitungen haben je einen Hahn.
Eine Ergänzung findet der Experimentiertisch in einem gleich hohen, breiten fahrbaren und mit einem Schränkchen versehenen Tisch. Mit dem Ergänzungstische kann man bequem grössere Apparate oder Zusammenstellungen von solchen aus dem Sammlungszimmer in das Lehrzimmer fahren und wieder wegbringen.
Hinter dem Experimentiertisch in der Mitte der Rückwand befindet sich die doppel- seitige Abzugsnische für schädliche Gase, auf der Seite des Lehrzimmers und der des da- hinterliegenden Vorbereitungszimmers mit je einem durch Gegengewichte balancierten Schiebe- fenster versehen. In derselben Weise ist vor der Glasscheibe nach dem Lehrzimmer zu die Tafel verschiebbar.
In einiger Entfernung rechts vom Abzug befindet sich die Blas- und Saugvorrichtung, bestehend aus einer Wasserstrahlluftpumpe nach Arzberger und Zulkowski und einem Wasserstrahl- gebläse nach Weinhold. Links vom Abaug ist eine Normalschalttafel zum Anschluss an 110 Volt, enthaltend Amperemeter, Voltmeter mit 2 Skalen, 0— 110 und 0—55 Volt, Volt- messerumschalter, Doppelkurbelwiderstand, gestattend 25 Ohm in 100 Regulierstufen einzu- schalten, sowie die nõtigen Schalter und Sicherungen angebracht. In der Mittelachse des Experimentiertisches ist im feststehenden Mittelflügel des Fensters der Heliostat angeordnet.
Die Verdunkelungsvorrichtung des Lehrzimmers besteht aus Rollvorhängen aus besonders präpariertem Stoffe auf Stahlrohrwelle, die in eisernen Lagern ruht. Letztere sind auf dem das Fenster vollständig umgebenden Rahmen fertig angebracht. Der Betrieb erfolgt mittels Drahtseilrolle, Drahtseil und Aufzugwinde.
Durch 16 dreisitzige in 8 Reihen angeordnete Bänke sind 48 Sitzplätze geschaffen. Die vorderste Bankreihe steht in 1,2 m Entfernung vom Experimentiertische auf einem 10 cm hohen Podium; jede folgende ist gegen die vorhergehende um 10 cm erhöht. Hinter der letzten Bankreihe ist noch ein freier Raum. Gänge befinden sich sowohl zwischen den Bänken als an jeder Seite derselben.
Das Vorbereitungszimmer enthält den Experimentiertisch und die Schalttafel aus dem alten Schulhaus; ferner einen Werktisch mit Schraubstock, einen Hahn der Wasserleitung mit Ausguss, sowie ein Wandgestell mit zwei Schubladen und dem Werkzeug. Im daran an- schliessenden Raum haben zwei Wandschränke für die Chemikalien Aufstellung gefunden.


