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Schüler-Aborte. Die Schüler-Aborte, die den Klassen entsprechend auf alle Geschosse verteilt sind, haben in jedem Geschosse einen Vor- und Waschraum. Letzterer enthält in jedem Stockwerk drei Waschbecken und ein Ausgußbecken für Reinigungszwecke. Die Abortsitze sind in den Zellen völlig frei aufgestellt, so daß sie selbst und der Fußboden ringsumher gut gereinigt werden können. Aus dem gleichen Grunde sind die Zwischenwände der Zellen mit ihrer Unterkante 10 cm über den Fußboden auf Sockelsteine gestellt. Die Zellentüren sind von außen verschließbar und werden von innen aus mit einem Haken geschlossen, der mittels eines Hebels von außen leicht zu öffnen ist. Alle Aborte sind für Einzelspülung mittels Druck- knopf eingerichtet. Die Pissoirs sind aus Torfitwandplatten und ebensolchen Rinnen gebildet. Dieses Material besitzt die Fähigkeit der Geruchlosmachung in weitgehendstem Maße und hat nur einen leichten, aber durchaus nicht unangenehmen Geruch nach Kreosot. Wand und Rinnen- flächen bedürfen keiner öfteren Reinigung durch Wasser, müssen nur von Zeit zu Zeit mit Torfit-Extrakt bestrichen werden, gleichzeitig mit der Reinigung und Füllung der Olsyphons.
Dienstzimmer. UÜber die Lage der Dienstzimmer ist bereits früher gesprochen. Neben dem Haupteingang liegt das Schuldiener-Zimmer. Ein Tisch, zwei Stühle, ein Schrank, eine Bank, ein Schlüsselbrett für die sämtlichen Schlüssel des Gebäudes, eine zusammenlegbare Trag- bahre für plötzlich eintretende Unglücksfälle und eine Schalttafel zur Kontrolle und Regelung der Heizung und Lüftung des Gebäudes bildet die ganze Ausstattung dieses Raumes Auch die Anstellung der beiden Trinkspringbrunnen auf dem Spiel- und Turnhof erfolgt von hier aus.
Die Lage des Direktorzimmers im ersten Obergeschoß ist so gewählt, daß man von diesem aus einen UÜberblick über den Schulhof und über den Haupteingang hat. Der Raum ist zugänglich sowohl vom Flur aus, wie durch das Vorzimmer. Durch die Stellung zweier Schränke hat sich für den Direktor in seinem Amtszimmer ein kleiner verschließbar angelegter Wasch- raum ergeben, dessen Wandflächen in dem unteren Teile mit Linkrusta ausgekleidet sind. Die Tür des Einbaues, die zugebhörigen zwei Schränke für Kleider und Bücher, ferner die Umrah- mungen der anderen Türen, die 1,10 m hohe Wandvertäfelung und die Schranke, welche zur Hervorhebung und Abtrennung des Direktorsitzes dient, sind vollständig weiß gehalten. In wirksamem Gegensatze hierzu stehen die dunkelblauen Tapeten, das mit blaugrauem Moquette- stoff überzogene Sofa, das farbig gemusterte Linoleum des Fußbodens und die dunkelroten Vor- hänge der Fenster. Die Decke ist ebenfalls weiß und nur mit einfacher Stuckgliederung ver- sehen. Ein Schreibtisch mit Sessel, ein Sitzungstisch, ein Sofatisch, Stühle, ferner ein Akten- gestell, ein Regal, ein Aktenschrank und ein Bücherschrank bilden die Ausstattung des Direktor- zimmers, während in dem zugehörigen Erker sich ein halbkreisförmiges mit Rindleder überzogenes Sofa und ein kleiner runder Tisch vorfinden. Alle zuletzt genannten Möbel sind aus Tannenholz mit Eichenfournier hergestellt und in den Ansichtsflächen dunkelbraun gebeizt. Ferner ist in déem Zimmier des Direktors die Hauptuhr untergebracht, welche die am östlichen Querflügel befindliche Hofuhr und die übrigen Nebenuhren treibt und die Glockenzeichen für die Pausen veranlabßt.
Die neben dicsem Dienstzimmer liegenden zwei Räume, Vorzimmer und Aktenzimmer haben keine durchgehende Wandvertäfelung, sondern nur Fenstervertäfelung zur Verkleidung der Heizkörper erhalten. Die Ausstattung besteht im wesentlichen aus Schreibtisch, Akten- schränken, Regalen und Stühlen. Die Möbel des Vorzimmers sind aus Kiefernholz, die des Aktenzimmers aus Tannenholz mit Eichenfournier hergestellt, aber alle sind in dem äußeren Anstrich denjenigen des Direktorzimmers entsprechend behandelt.


