Aufsatz 
Über die politischen Beziehungen zwischen Brandenburg und Hessen-Kassel bis zum Augsburger Religionsfrieden / vom a.o. Pfarrer und o. Lehrer Dr. Gustav Adolf Wachenfeld
Entstehung
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Ende April konnte auch der Lehrer Heimerich nach längerer Krankheit seine Stunden wieder übernehmen. Aber seine Genesung sollte keine dauernde sein. Schon der 5. Au- gust fand ihn wieder auf dem Krankenlager. Seine Schwäche nahm zusehends zu und den 22. October verschied er. Die Schule verlor an ihm einen vortrefflichen und pflichttreuen Lehrer, der sich bei Lehrern und Schülern in gleichem Grade Achtung und Liebe erworben hatte. Ein Theil der Lehrer wolfhte der in Sondheim statffindenden Beerdigung bei. Seine Stunden mussten für das laufende Schuljahr unter die übrigen Lehrer vertheilt werden.

m Mai und Juni machten die einzelnen Klassen, beziehungsweise mehrere vereinigt in Begleitung der Ordinarien je einen gemeinschaftlichen Ausflug. Ebenso wurden mehrere Klassen zu einer Turnfahrt mit den Turnlehrern vereinigt. Die Sommerferien dauerten vom 29. Juni an 4 Wochen.

Am 2 September, als am Gedenktage der Schlacht von Sedan, betheiligte sich die Schule an der von allen Schulen Cassels veranstalteten Feier und unternahm Nachmittags einen Ausflug in die Nähe des Tannenwäldchens.

Den 28. September begannen die Herbsiferien und dauerten vierzehn Tage.

Gleich nach denselben wurde der beauftragte Lehrer Koppen auf sein Nachsuchen für sechs Monate beurlaubt, um in der Schweiz weitere Siudien, namentlich in der fran-

zösischen Sprache, machen zu können. Seine Vertretung übernahm Candidat Wilhelm Goetz. Derselbe zu Binningen im Kanton Bassellandschaft geboren, besuchte die Universität Marburg von 1868 bis 1871 und war dann als Erzieher in dem IIause eines preussischen Obersten in

Frankreich maälig.

Dagegen mussten die Stunden des Oberlebrers Dr. Römer unter die übrigen Lehrer vertheilt werden, da derselbe schon gegen Ende des Sommerhalbjahres von einer lang- wierigen Krankheit befallen wurde, von der er auch bis heute noch nicht wieder ganz befreit ist

Den 3. December 1872 starb Caplan Hösink, der erst am 20. Februar desselben Jahres den Religionsunterricht der katholischen confirmirten Schüler übernommen hatte und wurde dieser Unterricht von dem Divisionspfarrer Flücken übernommen.

Ueber die Frequenz der Anstalt giht die unten folgende Uebersicht Aufschluss. Der eine Schüler, welchen die Anstalt durch den Tod verlor, war Carl Selig aus Quinta b, ein Sohn des General-Agenten Friedrich Selig dahier.

Das Resultat der vorjährigen Abiturientenprüfung, über welche im vorigen Pro- gramm noch nicht berichtet werden konnte, war folgendes:

Alle 17 im vorigen Programme genannten Abiturienten haben die Prüfung bestanden

und zwar acht mit dem Prädicategut,« neun mit dem Prädicategenügend. 6