Aufsatz 
Über die politischen Beziehungen zwischen Brandenburg und Hessen-Kassel bis zum Augsburger Religionsfrieden / vom a.o. Pfarrer und o. Lehrer Dr. Gustav Adolf Wachenfeld
Entstehung
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13. Juni 1872. Das Königliche Provinzial-Schulcollegium genehmigt für das laufende Jahr vierwöchentliche Sommer-, zweiwöchentliche Herbstferien und für die Zukunſt die bis- herige Ordnung, wonach dieselben Ferien je drei Wochen dauern.

19. Juni 1872. Das Königliche Provinzial-Schulcollegium genehmigt die neu redigirten Schülergesetze.

17. Juni 1872. Das Königliche Provinzial-Schulcollegium theilt eine Verfügung des Herrn Ministers mit, wonach etwa bestehende religiöse Vereine der Schüler aufzulösen sind und den Schülern die Theilnahme an solchen Vereinen direct zu verbieten ist.

31. August 1872. Das Curatorium theilt die von den städtischen Behörden bewirkte anderweite Regulirung der Gehälter bezw. Remunerationen des Lehrerpersonals mit.

10. Januar 1873. Das Curatorium theilt einen Stadtraths-Beschluss mit, wonach sich derselbe die Entscheidung über die vom Curatorium empfohlene Errichtung einer dritten Sexta bis nach den Osterferien vorbehält.

Mit Beginn des Schuljahres wurden vier neue Klassen eröffnet, nemlich eine zweite Tertia, eine dritte Quinta, eine zweite Vorschulklasse Zwei und eine zweite Vorschul- klasse Drei.

Um dieses möglich zu machen, wurden fünf neue Lehrer herangezogen:

1) Ludwig Credé, geboren zu Bettenhausen den 29. April 1832, besuchte die Realschule und dio höhere Gewerbschule zu Cassel, dann die Universität Marburg, bis er 1852 das Reallehrer- examen bestand. Das Probejahr hielt er an der höheren Gewerbschule in Cassel, war dann an Privatanstalten und seit 1861 als Conrector in Witzenhausen thätig.

2) Paul Mülhaupt, geboren zu Rheinheim in Baden den 20. Juli 1839, besuchte das Lyceum zu Con- stanz, studierte in Freiburg Philologie, war längere Zeit llauslehrer und studierte zuletzt auf der Universität Marburg neuere Philologie. Das Examen pro facultate legte er am 25. October 1872 ab.

3) Eduard Hartmann, geboren zu Marburg den 23. Juni 1848, besuchte das Gymnasium zu Rinteln

und die Universität Marburg und bestand im Januar 1872 die Prüfung pro facultate. 4

Konrad Grün, geboren zu Dreihausen den 30. August 1841, besuchte die Präparandenschule zu Ebsdorf und das Seminar zu Schlüchtern bis HHerbst 1862, wo er die Abgungsprüfung bestand. Dann war er als Hauslehrer zu Niederaula und als Bürgerschullehrer zu Marburg thätig, 18621863, 1866 und 1870 und 71 beim Militär. Im Jahre 1870 bestand er die Turulehrerprüfung in Berlin.

5) Wilhelm Markert, geboren zu Gudensberg den 6. August 1848, besuchte das Seminar zu llom- berg, war dann als Lehrer in Steinau und Hoof thätig und bestand in Mai 1872 die practische Lehrerprüfung.

Sie traten sämmtlich mit Beginn des Schufjahres ihr hiesiges Amt an; nur Grün konnte

erst den 20. April eintreten.