Aufsatz 
Beschreibung des Um- und Neubaues der Gymnasialgebäude / von Gelderblom
Entstehung
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und mit kräftigen Schlössern. Diese ergaben mit ihren Broncedrückern und den schwarzen Schlüsselschildern, den Aufsatzbändern und dem Sockelblech, welche wieder mit Messing- schrauben befestigt sind, eine kräftige Farbenwirkung auf den rotbraun lasierten Holzflächen. Die Klassenzimmertüren schlagen in tiefe Nischen nach den Korridoren hin auf, sie wurden mittels besonders konstruierter Betonklötze mit Eiseneinlagen(zum Befestigen der Blend- rahmen) gut und dauerhaft mit der Wand verbunden.

Eine entsprechend solide Ausführung zeigen die Fenster, welche eine außerordentlich große Lichtfülle in die Räume eintreten lassen, da ihre Fläche, zumal in den Klassenzimmern,

mehr denn ĩ1 der Fuß- a Waschvorrichtungen ange- bodenfläche beträgt. Die 1 bracht im Amtszimmer des unteren Flügel sind zum Direktors, dem Lehrer- seitlichen Oeffnen, die 1E zimmer und im Vorraum oberen als Kippflügel aus- 1 des Lehreraborts. Für die gebildet. Im Haupttreppen- S Schüler sind in den Korri- haus verleihen die schmiede- nu doren 5 Trinkbrunnen her- eisernen Fenster mit einer gestellt aus Kunststein mit sehr wirkungsvollen Kunst- innerer Terrazzoauskleidung verglasung diesem Raum und einer Wandtäfelung aus einen besonderen Reiz, zu- blauen Fliesen. sammen mit den Gewölben Ferner haben sämtliche auf Sandstein-Säulen und Räume Gasbeleuchtung er- der 3 m breiten Treppe mit halten. Als Beleuchtungs- ihrem Geländer in Kunst- körper sind in den Fluren schmiedearbeit.. hängende, in den Klassen- Die Wasserversorgung des Limmern stehende Glüh- Gebäudes erstrecktsich außer- 1 1 lampen gewählt. halb des Untergeschosses, 4 Die Erwärmung des wo sie auf die Wohnung 1 ganzen Gebäudes mit Aus- des Pedellen und den Heiz-. nahme der Schuldiener- keller beschränkt ist, in den wohnung geschieht durch 3 Geschossen auf die Räume 2 eine Niederdruckdampf-

für Physik, Chemie und den Im II. Stock befindet sich hier der Leichensaal. Heizungsanlage 2 welche Zeichensaal. Ferner sind durch 2 Gliederkessel von je 14,3 qm Heizfläche betrieben wird. In den Klassenzimmern und in den größeren Samm- lungsräumen wurden die Heizkörper in Gestalt von Rohrschlangen unter den Fenstern in ganzer Länge der Fensterwand aufgestellt, in den übrigen Räumen Radiatoren. Die einzelnen Räume sind außerdem durch einfache Mauerkanäle entlüftbar, welche im Dachraum frei endigen.

Als Fußbodenbelag wurde für sämtliche Räume und Flure Linoleum auf Zement- estrich gewählt. Zur Vermeidung von Hellhörigkeit erhielten die Eisenbetondecken eine Auf- füllung von Sand und darüber eine lockere Schicht Schlackenbeton, welcher den Zement- estrich für das Linoleum aufnimmt. Die Wohnung des Pedellen, die nicht unterkellert ist, erhielt buchenen Riemenfußboden in Asphalt auf Betonunterlage.