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Für die Vergrößerung der Biblidthek waren jährlich einhundert Gulden angesetzt, und zwar sollte der Rektor halbjährlich ein Ver- zeichnis der neuanzuschaffenden Werke zur Genehmigung vorlegen. Dieses Verzeichnis wurde dem Direktor des Obergymnasiums in Weilburg zur Begutachtung übersandt. Auch erhielt die Pädagogial- bibliothek im Jahre 1821 zehn Werke aus der Bibliothek des auf- gehobenen Franziskanerklosters zu Hadamar, mußte dagegen eine Reihe von Büchern an die Prädagogialbibliothek in Wiesbaden ab- geben.
Die Bibliothek verwaltete anfangs der zweite Konrektor Braun, später, seit 1828, der erste Konrektor Kreizner, dann wieder Braun, dann seit 1837 der Kollaborator Kirschbaum, seit 1839 Konrektor Menke und von 1841— 44 ¹*) Kollaborator Meister,
Die Lieferung der Bücher besorgte anfangs die von Hergt begründete Hadamarer Gelehrte Buchhandlung. Indes gab diese durch die Langsamkeit ihrer Lieferungen zu Klagen Anlaß(die freilich auch den folgenden Lieferanten gegenüber keineswegs ver- stummten), andererseits drang die Regierung darauf, daß bei den Bücherlieferungen ein angemessener Rabatt ausbedungen werde; und da die Hadamarer Gelehrte Buchhandlung erklärte, nicht mehr als 10% geben zu können, so wurden seit 1821 die meisten Liefe- rungen der Ritterschen und Schellenbergischen Buchhandlung zu Wiesbaden übertragen. Im März 1831 aber richtete der Buch- händler Lanz in Hadamar, der Nachfolger Hergts, an die Herzog- lich-Nassauische Landesregierung ein Gesuch und erreichte auch, daß die Lieferung der Bücher ihm übertragen wurde. Bald da- rauf verlegte er seine Buchhandlung nach Weilburg. Er gab übrigens durch seine Unpünktlichkeit nicht weniger zu Klagen
Anlaß als vor ihm Schellenberg und Hergt. Uberhaupt konnte mit
1*) Die Gymnasialbibliothek verwaltete von 1844— 47 NMNeister „ 1847— 54 Kehrein „ 1855—58 Schmitt „ 1858— 84 Meister „ 1884— 1904 Bosing „ 190 4— 1905 Zengerling „ 1905— 1912 Schmitthenner.


