Aufsatz 
Tabellen für den landwirtschaftlichen Unterricht an der Landwirtschaftsschule zu Weilburg an der Lahn
Entstehung
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2. Winterſchule.

Obere Abteilung: 1. Wilhelm Jung aus Eſchenau, Oberlahnkreis.

2. Wilhelm Nickel aus Aumenau, Oberlahnkreis.

3. Wilhelm Schnabel aus Selters, Oberlahnkreis.

4.*Robert Cromm aus Cubach, Oberlahnkreis.

5. Hermann Geiß aus Löhnberg, Oberlahnkreis.

6. Wilhelm Gotthardt aus Mengerskirchen, Oberlahnkreis. 7. Wilhelm Haibach aus Weinbach, Oberlahnkreis.

8. Hermann Müller aus Haſſelbach, Oberlahnkreis.

9. Richard Müller aus Haſſelbach, Oberlahnkreis.

10. Wilhelm Neu aus Löhnberg, Oberlahnkreis.

11. Otto Nickel aus Philippſtein, Oberlahnkreis.

12. Otto Vonhauſen aus Steinzler Hof, Oberlahnkreis. 13. Joſeph Wagner aus Obertiefenbach, Oberlahnkreis.

Untere Abteilung:

Das Alter der Schüler beträgt in I 15 ½ 19 ¼, im Durchſchnitt 17 ½ Jahre, I 13 ¾ 26 ¼, 17 ¼. III 12 ½ 18 ¾, 14 ¾ IV 11 ½ 20 ½, 14 V 10 ¼1 14 ½⅓, 1 12 in der Winterklaſſe 14 ½ 19, 16

Das Schuljahr 1903/1904 wird Samstag den 26. März 1904 geſchloſſen. Der Abgang eines Schülers iſt von Seiten des Vaters oder Vormundes dem Direktor mündlich oder ſchriftlich anzuzeigen, widrigenfalls das Schulgeld weiter erhoben wird.

Aufnahme⸗Bedingungen.

a) Schüler, welche durch ein Abgangszeugnis von einer anderen berechtigten höheren Schule (Gymnaſium oder Progymnaſium, Realgymnaſium oder Realprogymnaſium, Oberrealſchule oder Realſchule), die Reife für Quinta, Quarta oder Tertia nachweiſen, werden ohne Prüfung in die entſprechenden Klaſſen der Landwirtſchaftsſchule(V, IV, III) aufgenommen.

b) Schüler, welche ſolche Zeugniſſe nicht beibringen können, haben ſich einer Aufnahme⸗ prüfung zu unterziehen. Die Anforderungen derſelben ſind folgende:

Für V: Beim Oſtertermin Fertigkeit im Leſen und Schreiben deutſcher und lateiniſcher Schrift, die Fähigkeit nach Diktat orthographiſch zu ſchreiben, Rechnen mit unbenannten und benannten ganzen Zahlen. Beim Herbſttermin außerdem einige Kenntnis der deutſchen Interpunktion, die Anfänge des Franzöſiſchen, Addieren und Subtrahieren gemeiner Brüche.

Für IV: Beim Oſtertermin Sicherheit in der deutſchen Orthographie und Interpunktion, die Grundbegriffe der Grammatik(ſichere Unterſcheidung der Wortarten, Satzteile und Satzarten, der deutſchen Kaſus- und Verbformen), Leſen und überſetzen leichter franzöſiſcher Sätze, Rechnen mit gemeinen Brüchen und einfache Regeldetri. Beim Herbſttermin außerdem die franzöſiſche regel mäßige Deklination und Konjugation, die Dezimalbrüche und die Anfänge der Geometrie(Linien, Winkel, Dreiecke).

Für III in beiden Terminen: ein einfacher deutſcher Aufſatz erzählenden oder beſchreibenden Inhalts, die regelmäßige franzöſiſche Formenlehre, die geſamte Bruchrechnung und Regeldetri, die Anfänge der Geometrie(Linien, Winkel, Dreiecke), das wichtigſte aus der Sage und Geſchichte des Altertums ſowie aus der Geographie der Mittelmeerländer, einige Kenntniſſe aus der Naturkunde.

c) Zur Aufnahme in die Klaſſen II und I befähigen Zeugniſſe aus oberen Klaſſen anderer höherer Schulen nicht; die hierfür erforderlichen Kenntniſſe können nur durch ein Zeugnis einer gleich organiſierten Landwirtſchaftsſchule oder durch ein Examen nachgewieſen werden. Die An⸗ forderungen desſelben(die ſich auch auf die ſämtlichen Naturwiſſenſchaften und die Landwirtſchafts⸗ lehre erſtrecken) ergeben ſich aus dem ſpeziellen Lehrplan der vorangehenden Klaſſen.

Bei Veder Aufnahme iſt ein Abgangszeugnis von der zuletzt beſuchten Anſtalt ſowie ein Impf⸗ reſp. Revaccinationsſchein vorzulegen.