Aufsatz 
Versuch einer Gesellschafts-, Rechts- und Staatslehre für Schüler : 1. Teil
Entstehung
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ten ſich friſche und getrocknete Roggenſchlempe in ihrer Verdaulichkeit? Sind getrocknete Diffuſi beſſer oder ſchlechter zuſammengeſetzt als die friſchen? 11. Wie unterſcheiden 10 die de iuſrsſchnabel den zugehörigen Kleien? Wie werden die Olkuchen gewonnen, und wie unterſcheiden ſich die wichtigſten der⸗ ſelben äußerlich? Wie ſind die wichtiaſten Olkuchen ſtofflich zuſammen geſetzt? 12. In einer Wirtſchaft des Oberlahnkreiſes werden an Simmenthaler Kühe pro 1000 Pfund Lebendgewicht täglich verfüttert 60 Pfund Runkelrüben, 1,8 Pfund Biertreber, 2.6 Pfund Palmkernkuchen, 12 Pfund Heu, 9 Pfund Weizenſpreu, 8 Pfund Haferſtroh. Wieviel verdauliche Nährſtoffe einſchließlich der Amide enthält dieſe Ration? 13. a. Sechs Pferde à 6 z Lebendgewicht erhalten bei ſtarker Arbeit 65 kg Hafer, 22 kg Wieſenheu, 11 kg Winterhalmſtroh Wieviel Bohnen ſind zuzufüttern? Empfiehlt es ſich einen Teil Hafer durch Mais zu erſetzen, wenn die Preiſe pro dàzv 13,40 M. bezw. 10,30 M. ſind? b. Maſtrinder koſten in Frankfurt bei 54% Ausſchlachtung 33 35 M. pro 50 ks Lebendgewicht. Wie hoch ſind die entſprechenden Preiſe für Schlachtgewicht? 100 Pfund Schlachtgewicht bei Schafen koſten bei 47% Ausſchlachtung 45 M. Was gilt 1 Ctr. Lebendgewicht? 14. Worin ſtimmen die beiden Geſetze über Einkommen⸗ und Ergänzungsſteuer überein, und worin unter⸗ ſcheiden ſie ſich? 15. Abiturienten⸗ und Probearbeit. 16. Fragen aus der Milchwirtſchaft.

Wetterbeobachtungen und Beſichtigungen.

Als Vorbereitung für den Unterricht in der Witterungskunde werden von den Schülern unter Leitung des Herrn Oberlehrers Freybe während der Schulzeit dreimal täglich Wetterbeobachtungen angeſtellt, und zwar beobachten die Schuͤler der III. Klaſſe Luftdruck und Wind; die der 1I. Klaſſe Tageswärme, ſowie Höchſt⸗ und Niedrigſtwärme; die der I. Klaſſe Luftfeuchtigkeit, Taupunkt, Niederſchläge und Beſonderes.

Im Anſchluß an den Unterricht in der Phyſik beſichtigten die einzelnen Klaſſen unter Führung des Herrn Oberlehrers Freybe: 1) die Turbinen der Kirchhofsmühle; 2) die Druckpumpen und die Dampf⸗ maſchine der ſtädtiſchen Pumpſtation; 3) eine Lokomotive, ſowie die Heiz⸗, Beleuchtungs⸗ und Bremseinrich⸗ tungen von Perſonenwagen auf der Station Weilburg; 4) einen Gasmotor mit Schrotmühle uſw. des Herrn Hauch; 5) die Telearaphieeinrichtung der Station Weilburg; 6) Fernſprecheinrichtungen(bei den Herren R. Herz und Th. Kirchberger); 7) die Anlage für elektriſche Beleuchtung in der Brückenmühle. Im Anſchluß an den Unterricht in der Chemie kebenſo: 8) die Ziegelei des Herrn Baltzer; 9) die Seilerei des Herrn Burger; 10) die Wollſpinnerei des Herrn Dienſtbach; 11) die Kirchhoſsmühle; 12) die Zuckerfabrik Wetterau (bei Friedberg in Heſſen); 13) die Seifenfabrik des Herrn Sternberg; 14) die Bierbrauerei des Herrn Roſen⸗ kranz; 15) die Brennerei des Herrn Heinz; 16) die Gerberei des Herrn Roſenkranz; 17) die ſtädtiſche Gas⸗ anſtalt; 18) die Buderusſchen Eiſenwerke zu Burgſolms...

Allen Herren, welche den Schülern zu dieſen Beſichtigungen Gelegenheit und Erlaubnis gaben, ſei auch an dieſer Stelle herzlich Dank abgeſtattet.

Die Verſuchs- und Demonſtrationsfelder der Anſtalt.

A. Das obere Verſuchsfeld, Größe ca. 40 a. Es dient zur Beſchaffung des nötigen Demonſtrationsmaterials für den Unterricht im ſpeziellen Pflanzenbau, Obſtbau, Wie⸗ ſenbau und in der Botanik, ſowie zur Prüfung neuer Varietäten, ihrer Kulturbedingungen und praktiſchen Brauchbarkeit. Das Feld wird mit Hilfe von Tagelöhnern durch den land⸗ wirtſchaftlichen Fachlehrer bewirtſchaftet. Zur Bearbeitung wird außer den nötigen Handge⸗ räten eine Handhack⸗ und Jätemaſchine benutzt. Der Unterricht im ſpeziellen Pflanzenbau findet ſo viel wie möglich auf dem Verſuchsfelde ſtatt, jedem Schüler der oberen Klaſſe iſt außerdem eine Feldabteilung zur eigenen Beobachtung und Überwachung überwieſen. Im übrigen iſt das Feld allen Schülern der Anſtalt zu beſtimmten Stunden zugänglich. Seit der Neueinteilung im Jahre 1896 beſteht das Feld aus 8 Hauptparzellen, welche durch Wege von allen Seiten zugänglich ſind. Zur Abhaltung des Unterrichts iſt ein freier Platz reſerviert,

Von den acht größeren Abteilungen ſind Feld I, Il und IIlI in je 4 Parzellen getrennt. Davon dienen die Parzellen 19 zur Demonſtration einer neunfeldrigen Fruchtwechſelwirt⸗ ſchaft. Der Turnus iſt: Hackfrucht, Sommerfrucht, Klee, Winterfrucht, Futterpflanzen, ev. Brache, Raps, Wintergerſte, Hülſenfrucht, Winterfrucht. Die Parzellen II! 2, 3 und 4 tragen Eſparſette, bezw. Luzerne und Dauerpflanzen, wie Lathyrus, Stachelginſter, peren⸗ nierende Lupine, verſchiedene Viciavarietäten. Die Abteilungen IV, V, VI ſollen den Schülern die wichtigſten Varietäten der Kulturpflanzen bieten, auf ihnen findet ein dreijähriger Wechſel ſtatt. Im Sommer 1899 trug Abteilung V getreideähnliche Gewächſe, Ol⸗ ſowie Geſpinſt⸗ pflanzen, Abteilung VI war mit Leguminoſen und ſonſtigen Futterpflanzen bebaut, während Abteilung IV für Hackfrüchte beſtimmt war. Indem die drei Felder mit einander in Wechſel treten, wird der Boden vor übermäßiger Verſchlechterung geſchützt. Auf der Abteilung VII dienen drei Parzellen zur Vorführung einer verbeſſerten Dreifelderwirtſchaft, während die vierte Parzelle Beerenobſt trägt. Abteilung VIII iſt für den Anbau von Gemüſe ete. herge⸗

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