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An einer Langraufe braucht ein Mutterſchaf oder Hammel 0,4, ein Jährling 0,3, ein Lamm bis 4 Monate alt 0,15— 0,20 m Raum. Eine Doppelraufe iſt 0,60 m breit, und ein Schaf vor derſelben ſtehend 1,00 m lang. Horden 1,25— 1,50 m hoch.
Lichte Stallhöhe: in kleinen Ställen 3,1 m, bei mehr als 500 Stück 3,5— 4,0 m hoch.— Einfahrtsthore wenigſtens 3 m breit, 2,8 m hoch. Thüren 1,25 m breit, 2,1 m hoch.— Fenſter 0,95— 1,25 m breit, 0,85— 1,1 m hoch; Brüſtung 2,2 m über dem Boden.— Futterkammer ca. 1⁄1 2 der Stallgrundfläche.
4. Schweineſtälle. Grundfläche für:
1 Ferkel.............. ͥ... 0,5— ,6 Im 1 Kleinfaſelſchwein(bis 30 kg ſchwer)........ 0,8„ 1 Großfaſelſchwein(30— 40 kg ſchwer)...... 1,9„ Maſtſchweine, einzeln untergebracht.......... 1,6—2,0„ 2—3 Maſtſchweine, in 1 Bucht untergebracht, je..... 1,2— 1,6„ 1 Zuchtſau............. 4,0„
1 Cher.................. 3,5. 1,0„
Lichte Stallhöhe 2,2— 2,8 m.— Thüren 1,2— 1,4 m breit, Buchtenthüren 0,6— 0,7 m
breit.— Scheidewände der Buchten 1,2 m hoch. Gänge zwiſchen den Buchten 1,0— 1,5 m breit.—
Futtertröge 45 cm breit, 12—13 em tief; Troglänge pro großes Schwein 40 cm. Futterplatz
pro Sau mit Ferkeln 3 qm Grundfläche.— Futterküche pro Schwein 0,3— 0,4 qm.— Schweine⸗ hof 1,5 mal ſo groß wie Stallraum.
5. Scheunen.
Wandhöhe bei maſſiven und Fachwerkſcheunen mit flacher Bedachung 6,0— 7,0 m, bei ſteiler Bedachung 4,5— 5,0 m. Je tiefer die Scheune im Verhältnis zu ihrer Länge erbaut wird, um ſo billiger wird ſie, deshalb nicht unter 11,5 m tief.
Breite der Tenne 4,2— 5,0 m, Doppeltennen oft zweckmäßig. Tennenwände 1,25— 1,5 m hoch. Thorhöhe 3,5— 45 m, Thorbreite 3,75— 4,25 m, Plinthe 0,5— 0,6 m über dem Terrain.
Raumbedarf. Man rechnet, daß 1— ¼ einer Mittelernte unter Dach zu bringen iſt. Bei großen und hohen Banſenräumen läßt ſich das Getreide beſſer packen und lagert ſich enger zuſammen als bei kleinen und niedrigen; ferner läßt ſich der Dachraum bei hohen und ſpitzen Dächern nur zum Teil ausnutzen, was bei Berechnung und Anlage der Scheunen zu berückſichtigen iſt.
1 Schock Garben Wintergetreide erfordert einen Banſenraum von durchſchnittlich 7,5 chm, 1 Schock Garben Sommergetreide 6,5 chm, oder: auf 100 Garben Wintergetreide ſind durchſchnittlich 12,4, auf 100 Garben Sommergetreide durchſchnittlich 10,8 chm, auf eine vierſpännige Fuhre Erbſen, Wicken u. dergl. 18,5 chm Scheunenraum zu rechnen; wie dies auch das preußiſche Miniſterium unterm 9. Januar 1871 hinſichtlich der Scheunen auf königlichen Domänenvorwerken vorſchreibt.
Bei einer Veranſchlagung des erforderlichen Scheunenraumes nach der Ertragsfähigkeit des Bodens rechnet man bei mittlerer Güte desſelben:.
Vom Wintergetreide(Weizen oder Roggen) auf 1 ha 5—7 Hundert Garben zu 12,4 cbhm= 62— 86,8 chm
vom Sommergetreide(Gerſie) auf 1 ha 8,25 Hundert Garben zu 10,8 cbm= 89,1„ vom Sommergetreide(Hafer) auf 1 ha 3,5 Hundert Garben zu 10,8 cbm= 37,8„ vom Brachland— Hülſenfrüchten auf ba 4 vierſpännige Fuhren zu 12,3 cbm= 49,2„ von Klee oder Wieſe auf 1 ba 4 vierſpännige Fuhren zu 18,5 chm= 74„
Bei Heuſcheunen rechnet man auf 50 kg Heu oder Grummet 0,9— 1,0 cebm, feſt zuſammen⸗
getreten 0,7— 0,9 chm Raum.. Auf 1 zweiſpännige Fuhre Heu oder Grummet von 800 kg 15 chm Dach⸗ und 12— 14 chm
freien unteren Raum der Scheune.


