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Jommer. Winter.
Zweite Klaſſe. Curnen(2 St.), geſang(1 St.) und Religion(1 St.) ſiehe III. Deulſch und geſchichte, wöchentlich 6 Stunden.
Lektüre: Göthes Götz von Berlichingen und Neuere Geſchichte 1640— 1786.— Aus Egmont, Schillers Don Carlos, Maria Stuart der Litteratur: Klopſtock(Oden: Zürcher See, und Wallenſtein. Im Anſchluß daran: Rheinwein, Frühlingsfeier, Mein Vaterland), Neuere Geſchichte 1492—1648. Leſſing(Minna von Barnhelm und Nathan),
einiges von Claudius, Hölty, Bürger und Voß.
Metrik im Anſchluß an die Lektüre: Grammatik im Anſchluß an die ſchriftlichen Arbeiten, in jedem Halbjahr 5 Diktate und 5 Aufſätze zur Korrektur.
Außerdem 1 St. Pflege des deutſchen Volks⸗, patriotiſchen und Kirchenliedes im Anſchluß an den Geſangunterricht.
Franzöſiſch, 4 St. Lektüre: Friedrich d. Gr. Histoire de mon temps, ohne Präparation der Schüler. Im Anſchluß daran: Zuſammenordnung der Vokabeln nach etymologiſchen Geſichts⸗ punkten, Lehre vom Hilfszeitwort und Rektion der Verba. In jedem Halbjahr 5 Überſetzungen aus dem Franzöſiſchen ins Deutſche und 5 aus dem Deutſchen ins Franzöſiſche, meiſt als Klaſſen⸗ arbeiten, zur Korrektur.
Erdkunde, wöchentlich 2 Stunden.
Beendigung und Repetition Europas, Amerika (Matzat, Erdk. III, 8— 11; IV, 3 und 4).
Fortgeſetzte Himmelsbeobachtungen(Mittags
der Sonne und der Planeten im Tierkreis).
Allgemeiner Pffanzenbau, 6 St. Boden⸗ kunde: Die Entſtehung des Ackerbodens aus den feſten Geſteinen. Einwirkung der Luft, der Pflanzen, der Kälte und Wärme, des Waſſers. Die Ablagerungsverhältniſſe des Bodens, Ver⸗ witterungsboden, Schwemmböden. Lagerungsver⸗ hältniſſe der oberen Bodenſchichten, Bezeichnung derſelben. Außerlich erkennbare Beſtandteile des Bodens. Bodenlöſung. Geſteinstrümmer und Humus. Eigenſchaften und Zuſammenſetzung der Bodenbeſtandteile. Wiederholung der wichtigſten bodenbildenden Geſteine und Mineralien. Die mechaniſche Bodenanalyſe. Chemiſche Bodenunter⸗ ſuchung. Die verſchiedenen Bodenarten: Thon⸗, Lehm⸗, Sand⸗, Kies⸗, Kalk⸗, Moorböden; Über⸗ gangsböden. Zuſammenſetzung und Erkennung der Bodenarten. Verhalten derſelben gegen Waſſer, Luft, Wärme, Kälte, Bearbeitung, Nährſtoffe; Abſorptionsvermögen; Ertragsfähigkeit.— Die Bodenbearbeitung: Zwecke der Bodenbe⸗ arbeitung. Die Ausführung derſelben durch Ge⸗ räte und Maſchinen. Handgeräte. Spanngeräte. Der Pflug. Teile und Bau desſelben. Die ver⸗ ſchiedenen Pflugformen: Gewöhnliche Beetpflüge mit einem Pflugkörper, Flachwender, Steilwender. Mehrſcharige Pflüge. Rajolpflüge. Kehrpflüge. Häufelpflüge. Untergrundspflüge. Die Pflugar⸗ beit: Zugkraft, Bedienung, Wahl des Pfluges und der Pflugmethode, Handhabung und Einſtel⸗ lung des Pfluges, Zeit des Pflügens, Zahl der
Aſien, Afrika, Auſtralien(Matzat, Erdk. IV, 1. 2 und 5). höhe der Sonne; Mondphaſen; Lauf des Mondes,
Tierproduktionslehre, 5 St. Rindviehzucht (mit Ausſchluß des Molkereiweſens) nebſt all⸗ gemeiner Tierzucht(mit Ausſchluß der Fütterungslehre). Der Bau des Rindes. Raſſen⸗ kunde, ausgehend von den Raſſen und Schlägen der Provinz. Beſprochen werden das Vorkom⸗ men, die Merkmale, Eigenſchaften, Leiſtungs⸗ fähigkeit der wichtigſten Raſſen und Schläge. Die deutſchen Landſchläge, das Fleckvieh und Braunvieh der Schweiz, die Niederungsraſſe, die engliſchen Schläge, das Grauvieh. Züch⸗ tung: Die Entſtehung der Raſſen und Schläge durch natürliche und künſtliche Einflüſſe. Der Zweck der Züchtung und ihre Ausführung. Die Auswahl der Zuchttiere. Erkennungszeichen für Milchergiebigkeit, Maſtfähigkeit und Arbeits⸗ leiſtung. Erkennung des Alters. Ermittelung des Gewichts. Die Zuchtverfahren. Reinzucht. Kreuzung. Die Zuſammenſetzung der Herde und die Beſchaffung der Zuchttiere. Körung. Die Pflege: Die Einrichtung der Stallungen. Beſchaffung von Tränkwaſſer. Die Körperpflege. Putzen, Schwemmen, Scheren. Streuen. Pflege der Klauen, Hufbeſchlag. Einrichtung von Tum⸗ melplätzen. Benutzung des Rindes zum Zuge. Anſpannung. Die wichtigſten Krankheiten des Rindes und die vom Landwirt dagegen zu er⸗ greifenden Maßregeln.— Pferdezucht: Der Bau des Pferdes. Die wichtigſten Raſſen und
Schläge in Deutſchland und den angrenzenden 3


