Aufsatz 
Aus der Vorgeschichte unseres Kalenders
Entstehung
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Mit der eigentlichen Landwirtſchaftsſchule ſind verbunden: 1) eine landwirtſchaftliche Winter⸗ ſchule; 2) landwirtſchaftliche Unterrichtskurſe für Elementarlehrer.

1) Die landmirtſchaftliche Winterſchule

iſt eine auf die Volks⸗ reſp. Fortbildungsſchule weiter bauende Fachſchule, beſtehend aus 2 kombi⸗ nierten Winterkurſen. Dieſelbe hat die Aufgabe, den Söhnen ſolcher Landwirte, welche auf eine tüchtige Berufsbildung bedacht ſind, die Berechtigung zum einjährig⸗freiwilligen Militärdienſt jedoch nicht beanſpruchen, Gelegenheit zum Erwerb der nötigſten Kenntniſſe zu geben, welche zu einem rationellen, den Zeitverhältniſſen entſprechenden Betriebe der Landwirtſchaft erforderlich ſind. Die Winterſchüler werden von den Zöglingen der Hauptſchule getrennt unterrichtet, ſind aber der Disciplin und Schulordnung derſelben gleichfalls unterworfen. Der Unterricht wird von den betr. Fachlehrern der Hauptſchule, insbeſondere dem landwirtſchaftlichen Fachlehrer, nebſt Herrn Kreistierarzt Gies gegeben. Das Laboratorium und die Sammlungen der Anſtalt werden von der Winterſchule mit benutzt. Am Schluß jedes Kurſus findet eine öffentliche Prüfung ſtatt, und erhält jeder Zögling ein Zeugnis. Das Schulgeld beträgt halbjährlich 50 Mark.

Den ausführlichen Lehrplan ſ. I. Programm S. 30 32.

Der Winterkurſus 1881/82 umfaßte folgende zweite Hälfte desſelben(B): Deutſch(Briefe und Geſchäftsaufſätze).. 4..... 4 Mathematiſche Geographie(Kalender) und deutſche Geſchichte 1815 71.... Mathematik(Rechnen und Geometrie) mit beſonderer Anwendung auf Feldmeſſen; Planzeichnen Phyfik: Luft, Wärme, Witterungskunde 3. 3 4... Landwirtſchaftliche Botanik, II. Teil.......... Chemie(mit beſonderer Anwendung auf organiſche Chemie und landw. Technologie)

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Specieller Pflanzenbau nebſt Wieſenbau, Obſt⸗ und Weinbau. 8. 14

Specielle Tierzucht.. Landwirtſchaftliche Betriebslehre.......... Landwirtſchaftliche Zoologie und Tierheilkunde(Phyſiologie und innere Krankheiten). 4 Im Winter 1882/‚83 folgt die erſte Hälfte(A):

Deutſch(Briefe und Geſchäftsaufſätze)...... 3 2 Geographie und Geſchichte von Deutſchland( 1815)... 4.. 2 Mathematik und Zeichnen: Bürgerliches Rechnen und Geometrie mit beſonderer Anwendung

auf Flächen und Körperberechnung 1..... 3.. 6 Phyſik: Mechanik der feſten und flüſſigen Körper....... 2 Landwirtſchaftliche Botanik, I. Teil.... 3 3.. 2 Chemie(anorganiſche Chemie mit Bodenkunde und Düngerlehre).... Allgemeiner Pflanzenbau mit betr. Geräte⸗ und Maſchinenkunde. 14 Allgemeine Tierzucht......... Allgemeine Wirtſchaftslehre und landwirtſchaftliche Buchführung.. 4 Landwirtſchaftliche Zoologie und Tierheilkunde(Anatomie und äußere Krankheiten.. 4

2) Die landwirtſchaftlichen Unterrichtskurſe für Elementarlehrer

behufs Ausbildung derſelben für ländliche Fortbildungsſchulen, errichtet auf Befehl Sr. Excellenz des Herrn Miniſters für Landwirtſchaft, Domänen und Forſten, beſtehen aus 2 kombinierten Kurſen von je 5 Wochen, deren Lehrplan auszüglich folgender iſt: Kurſus A. Kurſus B. a) Landwirtſchaftslehre wöchentlich 8 St.(Dr. Henkelmann). Pflanzenproduktionslehre. Tierproduktionslehre. b) Chemie wöchentlich 8 St.(Dr. Nauhaus).

Sauerſtoff, Waſſerſtoff, Kohlenſtoff, Stickſtoff. Die übrigen Metalloide(beſ. Chlor, Schwefel, Phosphor, Silicium) und die für die Landwirt⸗ ſchaft wichtigſten Metalle(Kalium, Natrium, Cal⸗ cium, Aluminium, Eiſen).

c) Zoologie und Botanik wöchentlich 8 St.(Dr. Kienitz⸗Gerloff). Zoologie: Anatomie und Phyſiologie der Botanik: Anatomie und Phyſiologie der landwirtſchaftlichen Haustiere. Pflanzen.