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Die nächste Flüssigkeit, welche verwandt wurde, war Alkohol. Der Alkohol!) ist eine wasserhelle, farblose, leicht bewegliche, flüchtige Flüssigkeit, welche selbst dureh die höchsten Kältegrade, die sich künstlich hervorbringen lassen, nicht hat zum Erstarren gebracht werden können. Er ist ein schlechter Leiter der Electricität, siedet bei 78,4° C. und hat bei mittlerer Temperatur(+ 15° C.) ein spec. Gewicht von 0,7939, bei 0⁰ C. von 0,8095. Er ist mit Wasser in allen Verhältnissen mischbar. Der Alkohol unserer Versuchsreihen war nicht ganz absoluter, sondern zeigte nach dem Normal- alkoholometer von Tralles 999 bei 13 ½ R., während allerdings das Alkoholometer von Tralles auf 12 ½ R. basiert ist. Nach den Tabellen von Tralles hat 998 Alkohol ein spec. Gewicht von 0,7988, daher wir das spec. Gewicht des Alkohols unserer Versuchs- reihen= 0,8 nehmen, wie auch direkte Messungen desselben mit dem Beck'schen und anderen Aräometern dasselbe Resultat zeigten. Sodann wurde darnach gestrebt, wo- möglich eine der specifisch leichtesten Flüssigkeiten bei den Versuchen zu verwerthen. Nach längerem Suchen wurde Petroleumäther, wie er in der Apotheke bezeichnet wurde, als eine der leichtesten Flüssigkeiten gefunden. Die Bestimmung des spec. Gewichtes, die mit den vorhandenen Aräometern nicht mehr ausgeführt werden konnte, da sie nur bis 0,7 gingen und in dieser Flüssigkeit noch tiefer einsanken, wurde vermittelst des Pyknometers gemacht und ergab 0,695 bei 16° C. Eine leichtere Flüssigkeit ist uns bis jetzt noch nicht bekannt geworden. Eine Arbeit über diesen Körper haben wir noch nicht finden können; schwerlich möchte derselbe ein einfacher sein; eine Unter- suchung über denselben anzustellen, reichte unsere Zeit bis jetzt noch nicht hin.
Sehr viel Mühe kostete es uns, bis wir eine Flüssigkeit hatten, die das spec. Gewicht 2,0 hatte, da die Stoffe, aus denen unsere Kugeln bestanden, wie Blei, Zink u. s. w. den Gebrauch von Säuren, wie Schwefelsäure, Salpetersäure ete. ausschlossen.
Wir stellten endlich eine Chlorzinklösung dar, deren spec. Gewicht sogar noch etwas über 2,0 hinaus ging. Dieselbe wurde erhalten durch Behandlung von Zink mit Chlorwasserstoffsäure. Der Siedepunkt dieser Chlorzinklösung liegt sehr hoch. Wir stellten durch den nöthigen Zusatz von Wasser mehrere Lösungen von ver- schiedenem spec. Gewichte dar; das höchste spec. Gewicht betrug 1,95, darnach folgt eine Lösung von 1,51, um mit Chloroform, das auch zur Anwendung kam, wie gleich erwähnt werden wird, und ein spec. Gew. 1,51 besitzt, eine gleich schwere, aber ganz
1) cf. Kolbe, Organische Chemie. Bd. I. p. 93.


