Aufsatz 
Eine physicalische Abhandlung [über den Widerstand, welchen Kugeln verschiedenen Durchmessers und spezifischen Gewichtes in geschlossenen Röhren finden, welche mit verschiedenen Flüssigkeiten und Lösungen gefüllt sind] / vom ... Carl Zuschlag
Entstehung
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Eine Betrachtung der Columnen 3 in vorstehender Zusammenstellung zeigt, dass die je fünf Kugeln sehr nahe dieselbe Flüssigkeitsmasse verdrängt haben; d. h. dass dieselben in ihrem Durchmesser sehr nahe gleich sind, was die Sorgfalt beweist, welche der Mechanikus Süss in Marburg auf die Anfertigung derselben verwandt hat.

§. 6. Die Flüssigkeiten der einzelnen Versuchsreihen.

Zunächst wurde chemischreines Wasser zur Füllung der Röhren verwandt, wie auch solches, welches nur sehr wenig mineralische Bestandtheile noch enthält, wie nachgewiesener Massen das hiesige sog. Zaitenwasser, nachdem sich herausgestellt hatte, dass diese ohne Einfluss auf den Versuch waren. Sodann wurde eine ganz concentrierte Lösung von Kochsalz(Na. Cl.) in Wasser dargestellt. 100 Gewichtstheile Wasser lösen 36 Gewichtstheile Kochsalz bei gewöhnlicher Temperatur(bei 100° C. steigert sich die Löslichkeit nur unbedeutend.) Daher enthalten 100 Theile einer bei gewöhnlicher Temperatur gesättigten Lösung 26,5 Theile Kochsalz. ¹) Nach den Tabellen über das specifische Gewicht von Gerlach hat eine Kochsalzlösung von 26,3959 das specifiscche Gewicht 1,20433. Wir können also für unsere Versuche das specifische Gewicht einer gesättigten Kochsalzlösung= 1,20 betrachten. Da sich nun eine solche sehr leicht immer wieder von Neuem darstellen lässt, so wählten wir dieselbe zu einer zweiten Reihe von Versuchen, bei denen alles andere, wie Kugeln, Röhren etc. genau dasselbe blieb. Uebrigens wurde nie versäumt, das specifische Gewicht der Lösung vor und nach der Einfüllung der Flüssigkeit in die Röhre mit dem Aräometer zu be- stimmen. Für unsere Zwecke und unseren Apparat genügt wohl die Bestimmung des specifischen Gewichts vermittelst des Aräometers, zumal oft auch durch Tabellen eine Controlle des spec. Gew. gegeben war; auch liess diese Methode bei jedem neuen Versuche eine rasche und häufige Wiederholung zu, die bei den so zahlreichen Ver- suchsreihen sehr wünschenswerth war.

Ferner wurde dargestellt neben der concentrierten Kochsalzlösung eine concentrierte Zuckerlösung genau von demselben specifischen Gewichte, um eben zu prüfen, ob Lösungen von demselben specifischen Gewichte denselben Widerstand etc. ausübten oder nicht.

¹) cf. Graham Otto Lehrbuch der Chemie Bd. II. pag. 266.