3. Übersicht über die während des abgelaufenen Schuljahres absolvierten Pensen.
O ber- und Unterse kunda. Ordinarius: Hieckee.
1. Religionslehre: 2 Stunden.
a) katholische. Die Sittenlehre und die Lehre von den hl. Sakramenten(Drehers Leitfaden der katholischen Religionslehre II. und III.) Wiederholung der Glaubens- lehre. Kirchengeschichte: Das christliche Mittelalter von Gregor VII. an; aus der neueren Zeit 1517— 1648. Jost.
b) evangelische. Das alte Testament in Auswahl gelesen und erklärt, einige Stellen memoriert. Wiederholung und Erweiterung des auf der unteren Stufe Ge- lernten(Bibelkunde, Katechismus, Geographie des heiligen Landes, Geschichte des jüdischen Volkes, biblische Erzählungen und Sprüche). Behandlung des Kirchen- jahrs, und im Anschluss daran Wiederholung von 16 Kirchenliedern. Die wichtigsten Epochen der Kirchengeschichte. Zülch.
2. Deutsch: 3 Stunden
Lesen und Erklären ausgewählter poetischer und prosaischer Stücke aus Linnigs Lesebuch II. Im Anschluss an die Lektüre das Wichtigste aus der deutschen Litteratur- geschichte. Kurze Poetik und Rhetorik(Tropen und Figuren). Auswendiglernen der im Kanon bestimmten Gedichte und Wiederholung früher gelernter. Gelesen: Goethes Hermann und Dorothea und Schillers Jungfrau von Orleans. Aufsatzlehre, Dispositionsübungen, freie Vorträge über gegebene Themata. Aufsätze.
1. Der doppelte Kampf des Ritters in der Romanze„der Kampf mit dem Drachen“. 2.(Klassen- aufsatz): III. Wie ist in der Ballade„die Kraniche des Ibykus“ das Gesetz der Einheit gewahrt? IIe. Welche Rolle ist in der Ballade„die Kraniche d. Ib.“ den Kranichen zuerteilt? 3. III. Abitu- rientenaufsatz(Herbst):„Von der Stirne heiss rinnen muss der Schweiss, soll das Werk den Meister loben, doch der Segen kommt von oben“. IIz(Klassenaufsatz): Die Glocke die Begleiterin des Menschen von der Wiege bis zur Bahre. 4. Das eleusische Fest(Gedankengang.) 5.(Klassenaufsatz) IIe: Was erfahren wir in den zwei ersten Gesängen von„Hermann und Dorothea“ über Hermanns Eltern? III. Die Exposition zur Handlung in„H. u. D.“ 6. III. Das Städtchen in„H. u. D.“ IIz. Das elterliche Haus Hermanns. 7.(Klassenaufsatz.) IIi. Der Einfluss der Witterungsverhältnisse auf die Stimmung der handelnden Personen in„H. u. D.“ IIz. Warum spricht man in der Unterhaltung so oft vom Wetter? 8.„Heilig sei Dir der Tag, doch schätze das Leben nicht höher als ein anderes Gut, und alle Güter sind trüglich“.(H. u. D. IX.) 9.(Klassenaufsatz.) IIa.„Wer nicht vorwärts geht, der kommt zurücke“. (H. u. D. III.) IIi. Abiturientenaufsatz(Ostern): Inwiefern ist das Epos„H. u. D.“ ein echt deutsches? 10. IIz. Der Charakter König Karls in dem Drama„Die Jungfrau von Orleans“.
Dr. Widmann.
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