Aufsatz 
Leitfaden über die Erziehung und Behandlung der Obstbäume
Entstehung
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Für die Geſundheitspflege der jungen Leute war nicht minder geſorgt. Der Badeweiher konnte bei dem warmen Sommer fleißiger benutzt werden, als im Jahre 1845, und hat ſeine Nützlichkeit und Zweckmäßigkeit um ſo mehr be⸗ währt, da wir weder hier noch in der Nähe ein Flüßchen haben. Für die wenigen Patienten, deren Abſonderung von den Geſunden etwa erforderlich ſchien, war uns von löblicher Stadtbehörde ſtets das hieſige Spital freundlichſt geöff net, wo den Patienten die ſorgfältigſte ärztliche und häusliche Pflege zu Theil wird.

Unſer Turnplatz iſt völlig eingerichtet und im vergangenen Sommer mit ſichtbarem Erfolge tüchtig benutzt worden. Es wird auf dieſe Weiſe möglich wer den, daß durch unſere jungen Lehrer auch unter der Volksſchuljugend gymnaſtiſche Uebungen Eingang und Anklang finden. Man hat zwar von mehreren Seiten die Anſicht geäußert, als bedürfe die Dorfjugend ſolcher körperlichen Uebungen nicht, indem ſie bei häuslichen Geſchäften und Feldarbeiten hinlängliche Gelegen⸗ heit finde, die Koͤrperkraft zu üben und zu ſtärken. Das iſt wahr; aber ſie bleibt dabei ſteif und unbeholfen, während eine zweckmäßig behandelte Gymnaſtik Gelen⸗ kigkeit und Gewandtheit befördert, die dem künftigen Soldaten und einem jeden Andern in ſeinem Berufe ſehr zu ſtatten kommen wird. Keine Kunſtſtücke wollen wir, die etwa noch gar mit Wagniſſen verbunden wären, ſondern nur ganz ein⸗ fache, jedoch geregelte Leibesübungen, die zum Bewußtſein eigner Kraft, zum Selbſtvertrauen führen, und den künftigen Mann zu einem freien Gebrauche ſei⸗ ner Kräfte bei den wechſelnden Erſcheinungen des Lebens fähig machen.

b. Das Lehrerperſonal betreffend. Se. Hoheit der Herzog haben Gnädigſt geruhet, vier Lehrern der Anſtalt Gehaltszulagen und einem Andern eine Gratification huldreichſt zu ertheilen.

1. Unter dem Lehrerperſonal ſelbſt traten folgende Veränderungen ein: Der bisherige proviſoriſche Muſik⸗ und Geſanglehrer Feye erhielt mit Gehaltszulage ſeine definitive Anſtellung als Seminarlehrer.

2. Heinrich Hartmann, welcher im November 1844 von der Elemen⸗ tarſchule zu Eltville als proviſoriſcher Hilfslehrer an das Seminarium dirigirte