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Lehrer Dr. Karl Vogt II., 10. Elementarlehrer Lange, 11. Elementarlehrer Erd- mann, 12. Beauftragter Lehrer Pfarrer Schafft, 13. Beauftragter Lehrer Glinzer, 14. Praktikant Schwarz,
kamen folgende weitere hinzu:
1. Heinrich Emanuel Zaubitz, geb. am 1. Juni 1836 zu Darmstadt, besuchte die Gymnasien zu Darmstadt und Worms und bezog 1858 die Universität Giessen, später Berlin, um Philologie und Philosophie zu studiren. Er war hierauf mehrere Jahre Erzieher und Vorsteher eines Privatinstituts in Warnow im Reg. Bez. Potsdam, bekleidete dann nacheinander Lehrerstellen am Friedrich-Wilhelms-Gymnasium in Greifenberg. an der höhern Bürgerschule zu Jenkau und am Grossh. Gymnasium zu Büdingen, von wo er, nach einem kürzeren Aufenthalt in Giessen, im September 1870 als beauftragter Lehrer hierher berufen ward.
2. Carl Erdmann aus Niedenstein bei Gudensberg, geb. den 30. December 1849, besuchte von 1867— 1870 das Seminar zu Homberg, wurde dann 7 Monate mit Versehung der Conrector- stelle zu Frankenberg beauftragt. Vom 1.—10. wurde er mit dem Schönschreiben und Gesang als Elementarlehrer an der Realschule I. Ordnung hierselbst beauftragt, in welche Stelle er Neujahr 1871 eintrat.
3. Carl Merkel, geb. zu Leipzig am 25. Dec. 1817, seit 1852 in Cassel als Lehrer an der poly- technischen Schule beschäftigt, wurde mit Versehung des Zeichnen-Unterrichts in Secunda und Tertia seit Anfang des Wintersemesters beauftragt.
4. Heinrich Gottschalk, geb. den 23. October 1837 zu Wolfhagen, besuchte von 1854— 1857 das Seminar zu Homberg, wirkte vom 1. October 1857 bis zum 1. Juni 1865 als Lehrer an der hiesigen„Privat-Vorbereitungsschule für's Gymnasium von O. Siebert“, wurde am 1. Juni 1865 an die hiesige Töchterschule bestellt, am 17. Januar 1867 an die hiesige Bürgerschule versetzt und am 21. Juli 1871 an der hiesigen Realschule I. Ordnung als Elementarlehrer beauftragt.
So wünschenswerth es für unsere in der Entwickelung begriffene Schule gewesen wäre, von all den Uebelständen längere Zeit verschont zu bleiben, welche nothwendig mit dem Abgang von Lehrern verbunden sind, so ist uns doch eine derartige Calamität nicht erspart worden, hat uns vielmehr mehrmals in recht empfindlicher Weise betroffen. Denn gerade die erste und wich- tigste Kraft wurde uns entzogen, Herr Director Kreyssig nahm einen Ruf, den die Frankfurter polytechnische Gesellschaft an ihn gerichtet hatte, die Leitung der Handels-Gewerbe- und Wöhler'schen Schule zu übernehmen, an und schied mit dem 1. April aus seiner bisherigen Stellung aus. Ist nun auch die Zeit seiner hiesigen Wirksamkeit nur eine kurze gewesen, so hat sie doch genügt, um seinen Namen in ehrenvoller Weise dauernd mit dem unserer Anstalt zu verbinden.
Er hat es verstanden, der neu errichteten Realschule I. Ordnung die rechte Stelle anzu- weisen und mit dem ihm eigenen Zauber des Worts Collegen und Schüler für die Erfüllung ihres Berufs anzuregen.
Das Gefühl, welches das Lehrercollegium gegen ihn erfüllt, fand seinen Ausdruck in den Worten der Widmungstafel, welche einem Erinnerungsgeschenke beigegeben war. Dieselben lauteten: „Ihrem geehrten Vorstand, dem Herrn Director Kreyssig, widmen bei seinem Abgang nach Frank- „furt a. M. die Lehrer der Realschule I. Ordnung in Cassel dieses Album als ein Zeichen herzlicher „Freundschaft und aufrichtiger Hochachtung und bitten ihn, der Schule und den Lehrern stets ein


