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in Quinta a. und h. in jeder 16, in Sexta a. und Sexta b. 17. Die Aufſätze aller Klaſſen in allen Spra⸗ chen ſind vom Lehrer zu Hauſe corrigirt, dem Director nach der Correctur zur Anſicht vorgelegt und dann, unter mündlicher Beurtheilung in der Klaſſe, den Verfertigern zurückgegeben worden.
Extemporalien als Certamina ſind in Ober⸗Prima wegen des frühen Abiturienten⸗Examens nur 9, in Unter⸗Prima, in Ober⸗ und Unter⸗Secunda je 10 im Latein, Griechiſchen und Engliſchen, in jeder Abtheilung der Tertia und Quarta 10 im Lateiniſchen und Griechiſchen, endlich in jeder Ab⸗ theilung der Quinta und Sexta je 10 im Lateiniſchen gemacht, corrigirt und dem Director überge⸗ ben worden, der ſie mit ſeinen lobenden oder tadelnden Bemerkungen zurückgab.
Alle übrigen Anforderungen an die Schüler ſind dieſelben geblieben, wie ſie im vorjährigen Programm ausführlicher geſchildert worden ſind. Entſprochen iſt ihnen in ſehr ungleicher Art durch den Fleiß der Schüler geworden. Leider ſind derſelben nur zu viele, welche ihre Freiſtunden unbenutzt laſſen und den Schein des Fleißes durch eine tumultuariſch in den Zwiſchenpauſen der Lehrſtunden aus dem Vorſagen zuſammengeraffte Vorbereitung und durch Abſchreiben der Exercitien und Uebungs⸗Aufgaben, endlich durch Benützung fremder Hilfe bei Aakargung! der freien Arbeiten zu erſchleichen ſuchen.
Störungen ſind in der Ausführung vorſtehenden Lehrplans mannigfach vorgekommen, wie aus dem vorſtehenden Bericht ſchon hervorgeht. Die Abberufung des Collaborator Dr. Teuber an das Gymnaſium in Neiſſe, der Tod des Religionslehrers Stenzel, die ſpäte Beſetzung ſeiner Stelle durch zwei Religionslehrer, von denen uns der eine ſchon nach drei Monaten wieder verließ, der Eintritt des Candidaten Dr. Wittiber mitten im Sommerſemeſter zur Abhaltung ſeines Probejah⸗ res, haben, neben einigen, jedoch glücklicher Weiſe meiſt nur kurze Zeit dauernden Erkrankungen ſtete Combinationen, Vertretungen, Umlegungen, Erſatz eines abgehenden Lehrers durch einen neuen nöthig gemacht, wahrlich nicht zum Beſten der Schüler, von denen viele in demſelben Lehrgegen⸗ ſtande 3— 4 Lehrer gehabt haben. Nicht überall hat daher das, jeder Klaſſe in ihren Lehrgegen⸗ ſtänden vorgeſteckte Ziel erreicht werden können.
Für die ſittlich⸗religiöſe Bildung der Schule it gethan worden, was die Kräfte zu leiſten geſtatteten. Der Gottesdienſt iſt auch im zweiten Quartale des Schuljahres, in der Zwiſchenzeit vom Tode des Religionslehrers Stenzel bis zur Wiederanſtellung der Religionslehrer, an Sonn⸗ und Feſttagen nicht ausgefallen, was nur durch die Güte des Seminardirectors Herrn Baucke möglich war, welcher jenes ganze Quartal hindurch bis auf einige Tage, wo ihn der Herr Licentiat Wiek vertrat, den Vor⸗ und Nachmittags⸗Gottesdienſt an Sonn⸗ und Feſttagen vollſtändig abge⸗ halten hat. Die Frühmeſſe an den Wochentagen hat freilich in genanntem Quartale ausbleiben müſſen. Alle Schüler haben, wie es die Schule vorſchreibt, jedes Quartal die heil. Sacramente der Buße und des Altars empfangen und es hat der Herr Seminardirektor Baucke auch den, von dem verſtorbenen Religionslehrer Stenzel begonnenen Vorbereitungs⸗ ⸗Unterricht für den erſten Empfang dieſer heil. Sacramente fortgeſetzt und am Bußtage an 50 Schüler mit angemeſſener, würdiger Feierlichkeit zum erſten Male zum Tiſche des Herrn geführt. Das heilige Sakrament der Firmung empfingen am Feſte Petri und Pauli, von den Religionslehrern dazu vorbereitet, eine große Anzahl unſerer Schüler.


