Aufsatz 
Beschreibung und Einweihung des Neubaus
Entstehung
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opponiert, da sie die Errichtung weiterer Vollanstalten im Lande für unrätlich gehalten habe. Die eindringliche Vorstellung aber, daß für die Errichtung einer Oberrealschule in Alsfeld die besonderen örtlichen Verhältnisse sehr sprächen, verfehlte ihre Wirkung nicht, und nachdem die Zweite Kammer den Antrag Reh gegen nur eine Stimme, die Erste Kammer ihn einstimmig angenommen habe, habe am Schlusse des Landtags in 1905 der Vorsitzende der Schulabteilung des Ministeriums ihm(dem Abg. Reh) mitgeteilt, daß auch die Regierung dem Antrag keinen Widerstaiid mehr entgegensetze. Nun habe man an die Ausführung des Projektes herantreten können. Eine Verzögerriiig habe-diese zwar erlitten durch die Erörter1111k3 des gleichzeitig auf- getauchten Projektes des Neubaues für eine Volksschule, heute stehe man aber glücklich vor der Vollendung des Werkes Redner würdigte noch den Wert einer gediegenen Schulbildung, wie sie die Oberrealschule vermittele, er betonte ferner, daß gerade für die minderbemittelten Kreise die Errichtung einer solchen Anstalt am Wohnsitze von erheblichem Vorteil sei und schloß mit den besten Wünschen für die Entwickelung der Alsfelder Oberrealschule.

Herr Hauptlehrer Schindel, der Leiter der Gewerbeschule zu Alsfeld, brachte ders Oberrealschnle zri ihrem neuen Heiiii seine persönlicheii und die Glückwünsche der von ihm vertretenen Anstalt entgegen. Er wünsche und hoffe, daß zwischen der Oberrealschule, aus deren Lehrerkollegium ja verschiedene Herren nebenamtlich im Dienste der(55ewerbeschule tätig seien, und der Gewerbeschule allezeit die besten Beziehungen herrschten.

Nach dem Festessen vereinigte ein im ,,Deutschen Kaiser«« veranstaltetes Konzert noch- mals die Festteilnelmier.«

Von answärts war eine Reihe telegraphischer und schriftlicher Gliickwünsche ein- getroffen, einer von ihnen war in poetischer Form verfaßt.

Zum 24. Oktober 19o9.

(Vo11 einem früheren Schüler« aus den Jahren 7579.)

F)em alten Haus dei· letzte Gruß, Z. Vergessen ist das alte Spiel,

- Wo einst auch wir gesessen. Das wir einst dort getrieben, Wit« zogeti in die Welt hinaus Und von der ,,schweren Wissenschaft« Und hattens längst vergessenL Jst wenig uns geblieben.

2. Doch heute, wo man Abschied nahm 4. Doch eines blieb im Herzen fest, Von den geweihten Räumen, Den Lehrern und Freunden die Treue: Wir Alten standen wieder dort Behüt dich Gott, du altes Haus!

Mit unsern Jugendträumen. Behüt Gott auch»- das Neue.