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B. Verordnungen des Königl. Hochlôöblichen Schulcollegiums der Provinz Brandenburg.
1) Vom 24. Februar 1853. Auf den Zeugnissen für junge Leute, lche d virh ede u in 23 der, Aenee Phesen eehder nobk5 bedarf 2 Khe— Te. eaer dass dieselben zum Gebrauch bei der Königl. Departements-Commissi Prũ reiwilligen zum einjährigen Militärdienst nicht gültig seien. 4 ſon aur Prülans Aer Freimilsen
2) Vom 7. März 1853. Junge Männer, welche als Post-Aspiranten in den Posidi wollen, müssen mit dem Zeugniss vollständiger Reiſe vom Eeennau ntlasven e lemen eihgeten
3) Vom 9. März 1853. Den Prüfungs-Commissionen wird zur Pflicht gemacht, hinfort jeden Ver- such zu Täuschungen bei den schriftlichen Prüfungsarbeiten oder bei 1 mäindlichen PeAfungen 6. der Art zu bestrafen, dass die Schüler oder fremden Maturitäts-Aspiranten, welche bei der Benutzung von fremden Hälfsmitteln betroffen oder Anderen zu einem Betruge behülflich gewesen sind, sofort von der Prüfung ausgeschlossen und bis zum nächsten Prüfungstermin zurückgewiesen werden.
4) Vom 22. April 1853. Empfehlung der lithographirten Brustbilder der Regenten Preussens von L'oeillot de Mars.
5) Vom 9. Mai 1853. Es sind Einrichtungen zu treffen, dass bei den Ferien die Sonn- oder Fest- tage selbst von den Schülern nicht zur Reise in die Heimath oder zur Rückkehr in die Gymnasialstadt benutzt zu werden brauchen. 4
6) Vom 1. Juni 1853. Kein Schüler darf ohne die für jeden einzelnen Fall besonders einzu- holende Genehmigung des Directors Privatunterricht übernehmen.
Zur Erinnerung:„Diejenigen jungen Jeute, welche zum einjährigen freiwilligen Militärdienste zugelassen au werden wünschen, haben sich vor dem 1. Mai des Jahres, in welchem sie zwanzig Jahr alt werden, bei der betreffenden K. Departements-Prüfungs-C. Hission zu melden.“
C. Chronik des Gymnasiums.
1. Eröffnung des Schuljahrs.
Das laufende Schuljahr, welches am 6. April mit Vertheilang der halbjährlichen Zeugnisse und Bekanntmachung der Versetzungen geschlossen wird, wurde Donnerstag den 7. April v. J. mit einer den Sehalsuanden vorangehenden angemessenen Feierlichkeit eröffnet. Der Wintercursus begann am 15. October v. J.
2. Veränderungen im Lehrer-Personale.
Die durch den Tod des Professors Schmidt, im Herbst 1852 entstandene Lücke im Lehrerper- sonale wurde nach erfolgtem Aufrücken der nachfolgenden Lehrer durch die Bestätigung des Schul- amtscandidaten, Herrn ör. Zinzow, als l3ter ordentlicher Lehrer des Gymnasii, datirt vom I. Ja. nuar 1853 an, wieder ausgefüllt.
Herr Adolf Joachim Friedrich Zinzow wurde zu Greiſswald den 8. Februar 1822 geboren. Er erhielt seine Schulbildung daselbst auf dem Gymnasiam und studirte vorzu sweise Philologie autf der dortigen Universität und in Berlin von Ostern 1841 bis 1845. Den 28. Mai 1846 promovirte er zu Berlin mil einer Abhandlung de historiae Graecae primordiis und trat, nachdem er im Septem- ber 1846 sein Examen vor der hiesigen wissenschaftlichen Prüfungs-Commission bestanden, mit dem Zeugniss der unbedingten facultas docendi Michaelis 1816 an unserm Gymnasio sein pädagogisches Probejahr an. Seit Ostern I847 zugleich am Fronzösichen Gymnosium beschäftigt, wurde er Michaelis desselben Jahres als Hülfslehrer an Jieser Anstalt angestellt und im Mai 1850 in das Königl. Seminar für gelehrte Schulen aufgenommen. Als ein Ergebniss seiner schon auf der Unixverstiàt mit besonde- rer Forliebe getriebenen und spaäter fortgesetzten Stadien der Griechischen und Römischen Mytho- logie schrieb er Michaelis 1851 zum Programm des Französischen Gymnasiums die Abhandlung de Pe- Iasuicis Romanorum sacris. Er löste sein Verhältniss zu dieser Anstalt gänzlich zu Ostern 1853.
¹Von den am Gymnasio beschäftigten Mitgliedern des Königl. Seminars für gelehrte Schulen Sing zu Michaelis v. J. H Dr. Heinrichs als ordentlieher Lehrer an die Königsstädtische Realschule über. Von den Schulamtscandidaten verliessen zu derselben Zeit die Anstalt flerr Schmeckebier, welcher eine Anstellung als Lehrer an der Gewerbeschule zu Bielefeld erhalten bat; Herr Dr. Kroschel ing als Lehrer und Adjunct an die Klosterschule zu Rossleben, Herr Dr. Willmann nach vollen- 125 Probejahr als Lehrer an das Domgymnasium zu HHalberstadt. Herr Dr. Anton war schon zu


