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eingegangen zu ſein, ſei es daß er ſchon in Karl den eigentlichen Be⸗ ſchützer der Kirche ſah, oder daß Afiarta damals ſchon zu viel Einfluß auf ihn gewonnen hatte.“) Denn, wie wir aus Stephans Brief an Karl und Bertha ſehen, trat Karlmann durch ſeine Geſandten in enge Verbindung mit den höchſten Würdenträgern der Kirche, offenbar um durch ſie, von welchen der Papſt ſehr abhängig war, Einfluß auf die Politik des Stuhls Petri zu gewinnen²); dieſe Handlungsweiſe aber war, wie der Erfolg zeigte, wenig geeignet, ihm die perſönliche Zu— neigung des Papſtes zu gewinnen.¹)
Die Folge der römiſchen Ereigniſſe war eine allgemeine Er⸗ ſchütterung des von der Königin Bertha mühſam erhaltenen Friedens. Daß die Frankenkönige über die hinter ihrem Rücken geſchloſſene Alli⸗ anz ſehr erbittert waren, iſt erklärlich genug. Wie Karlmann die Sache auffaßte, iſt ſchon erwähnt), Karl aber ſchickte noch in dem⸗ ſelben Jahre ſeine Gemahlin, ohne daß ſie ihm einen Grund dazu ge⸗ geben hatte, ihrem Vater zurücks), eine Handlung, die ohne Zweifel mit
¹) Daß Stephan auf Karlmanns Brief und die Bitte, deſſen Sohn aus der Taufe zu heben, freundlich antwortete(vorige Note), erforderte die Höflichkeit. Daß Stephan auch beſonderer mündlicher Aufträge gedenkt, die Karlmann ſeinen Ge⸗ ſandten mitgegeben und die er beantwortet habe, iſt, wie Abel p. 72 n. 2 richtig bemerkt, kein Grund, mit Eckhart und Hald anzunehmen, daß Stephan mit Karl⸗ mann gegen Karl conſpirirt habe. Dergleichen mündliche Aufträge neben den Briefen ſind etwas ganz Gewöhnliches, vgl. cod. Car. ep. 45, Jaffé 47, p- 163:„Quos et de imminente nobis tribulatione nec non et de singulis causis subtiliter informavimus, vestro regali intimandum culmini.“ Aehn⸗ lich ep. 54, Jaffé 51 p. 170, 50, J. 53 p. 177, 18, J. 43 p. 146. Für Stephans Abſichten können die Worte ſchon deshalb keinen Beweis bilden, da ja aus ſeinem Briefe gar nicht hervorgeht, ob er auf die Aufträge, die Karlmann den Geſandten mitgegeben, günſtigen oder ungünſtigen Beſcheid gegeben habe. So Hald p. 13, der nur wegen falſcher Chronologie eine veränderte Politik Karlmanns nach Karls Heirath annimmt(p. 22). Vgl. Hald p. 14. Die Worte Stephans, Jaffé p. 170:„Et certe credimus quod, dum tanta eius(Dodonis) impietas ad aures excellentissimi filii nostri Carlomanni regis pervenerit, nullo modo ei placebit“ haben gegen⸗ über dem ausdrücklichen Zeugnis der v. Hadriani, Muratori III, 180 I C; vgl. oben p. 46 n. 4 gar keine Bedeutung. Vgl. Abel p. 76 u. 77. *) ſ. vorige Note u. oben p. 46 n. 4. ³) Einh. v. C. M. c. 18, Jaffé, IV, 525:„incertum qua de causa, post annum eam repudiavit“, vgl. Abel p. 79; v. Adalhardi:„propria sine aliquo crimine repulsa uxore“, Abel p. 67; dieſen Stellen gegenüber hat die
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