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dargestellt werden. Eine plötzlich angelangte Ordre rief jedoch die Commissäre in der Nacht vom 25. auf den 26. Februar ab, und sie erschienen in der Folge nicht wieder.
Minder glücklich waren die drei Gemeinden Göllheim, Kerzenheim und Eisenberg. Diese wurden mit Gewalt und List am 1. und 12. März zur Eidesleistung gebracht. In Göllheim dirigirte ausser dem Commissarius Hofmann der Nationalconvents-Deputirte Merlin selbst. Dieser wendete, da die Sache nicht voran wollte, kräftigere Mittel an, um die neue Ordnung der Dinge beliebt zu machen. Es erschienen mit Merlin etwa drei- tausend fünfhundert Mann Infanterie und gegen tausend Mann Cavallerie. Diese pflanzten auf der Höhe von Göllheim zwei Kanonen auf und je eine zu beiden Enden der durch Göllheim führenden Hauptstrasse. Bei den Geschützen standen die Kanoniere mit brennenden Lunten. Dann wurde mit der Glocke ein Zeichen gegeben, dass die Ge- meinde sich auf dem Rathhause zu versammeln habe. Dort trat ein Commissarius auf und hielt eine Rede, worin er alle grossen Herren, vom Kaiser bis auf die geringsten, herun- termachte und die Vortheile der neuen fränkischen Verfassung den Nachtheilen der alten gegenüberstellte. Die hier geschilderten Vor- und Nachtheile gibt uns eine Proclamation der Commissäre Forster und Blessmann d. d. Grünstadt den 28. Februar 1793 genauer an, welche erklärt, dass durch die Decrete des Nationalconvents vom 15., 17. und 22. Dezember v. J. alle bisher bestandenen Abgaben, als Zehnten, Kopfgelder, Rauch-, Wild- und Wiesengelder, Freilandsgelder, herrschaftliche Frohnden, herrschaftliche Schäfereien, Jagden, Zölle von eigenem Wachsthum, Judenleibzoll, erzwungene Militärdienste, Pflaster- geld, Accise u. s. w., günzlich und für immer aufgehoben worden seien und statt der- selben nur eine mässige Grund- und Mobiliensteuer, welche der Nationalconvent in Mainz bestimmen werde, erhoben werden solle. Ueberdies, so sagte der Commissarius, sollten sie nicht dem Fürsten ab-, sondern nur der Freiheit zuschwören. Als es aber demun- geachtet nicht recht vorangehen wollte, drohte er mit Plünderung und dem Ruin des Ortes auf mehr als 100 Jahre und mit Abführung der Renitenten in Fesseln. Als nun der Commissarius die Eidformel:„Ich schwöre dem Volk und den Grundsätzen der Freiheit und Gleichheit treu zu sein“ vorsagte, da sprachen die Göllheimer dieselbe zitternd nach und der Commissarius gab sich zufrieden. Es wurde auch eine Municipalität und ein Deputirter nach Mainz gewühlt; ein Freiheitsbaum musste, da sich Niemand freiwillig da- zu hergab, auf der Frohnde geholt werden, Merlin putzte ihn selbst mit seinem Seiten- gewehre aus und einige Chasseurs richteten ihn auf. Dabei sollte auch Wein auf Kosten der Gemeindekasse gegeben werden; doch verhinderte dieses der Schultheis durch die Vorstellung, dass solches nicht rathsam sei, indem die Leute in Göllheim durch den Trunk gac leicht zu Excessen sich verleiten liessen. Die weiter angeordnete Lustbarkeit wurde von Merlin nebst den Offizieren, zu welchen sich nur noch ein betrunkener Fuhrmann, Namens Rückert von Göllheim, welcher oft Branntwein in das Französische gefahren hatte und als ein lüderlicher Mensch bekannt war, gesellte, allein ausgeführt durch Schiessen auf der Strasse, wobei sie Niemand als Kinder und einige Weibsleute zu Zuschauern hatten.
Aehnlich ging es in den Gemeinden Kerzenheim und Eisenberg zu. Doch gab es, wie dieses immer zu sein pflegt, nicht blos in diesen, sondern auch in andern Gemeinden einzelne Persönlichkeiten, welche den Neuerungen nicht abgeneigt waren. So wird ausser andern in Göllheim besonders ein Peter Rörig nebst seiner Sippschaft, in Kerzenheim
zwei Rittersbacher mit ihrem Anhange genannt. Als Deputirte nach Mainz wurden ausser 2*


