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9. Naturbeschreibung. 2 Std. In a und b Heydenreich. Im Sommer: Ubungen im selbständigen Bestimmen von Blütenpflanzen nach Wigands Flora von Hessen. Die wichtigsten natürlichen Familien. Fortgesetzte Einübung des Linnéschen Systems. Im Winter: Die Wirbeltiere in systematischer UÜbersicht, neu die Kriechtiere, Lurche und Fische. Einzelbeschreibungen von Insekten.
10. Zeichnen. 2 Std. In a und b Karbiner. Zeichnen nach Wandtafeln, Vorlagen u. s. w. Anfang des Schattierens.
Quarta.
Klassenlehrer: In a Dr. Ulrici, in b Oberl. Dr. Siebert, in c Völler. Wöchentlich 30 Stunden (ohne Turnen und Gesang). Lehrgang einjährig.
I. Religion. 2 Std. In a Jürgens, in b und c Spangenberg. Erklärung des ersten Hauptstücks und im Anschluss hieran die allgemeinen Forderungen der christlichen Sittenlehre, unter Heranziehung der Bergpredigt. Die früher gelernten Sprüche und Lieder wurden wiederholt, neu gelernt 30 Sprüche und 2 Kirchenlieder. Luthers Erklärung des zweiten und dritten Hauptstücks wurde auswendig gelernt, ebenso die Reihenfolge der biblischen Bücher. Ubung im Aufschlagen einzelner Bibelstellen. Die Gleichnisse aus den Perikopen. Lehrbücher: Hessischer Landeskatechismus, Bibel und Gesangbuch.
2. Deutsch. 3 Std. In a Dr. Ulrici, in b im Sommer Spangenberg, im Winter Dr. Peters, in c Jürgens. Erklärung prosaischer und poetischer Musterstücke aus Ilopf und Paulsiek. Mündliche und teilweise auch schriftliche Inhaltsangabe des Gelesenen. Wiederholung und Erweiterung des grammatischen Lehrstoffes. Satzlehre. Ubung im Vortrag von Gedichten. Alle vierzehn Tage eine schriftliche Arbeit.
9. Latein. 7 Std. In a Dr. Ulrici, in b Oberl. Dr. Siebert, in c Oberl. Zwirnmann. Wiederholung des grammatischen Lehrstoffs von Sexta und Quinta. Einübung des Acc. c. inf., des Abl. abs. und der Kasuslehre nach Wittich, Kurzgefasstes Lehrbuch des Lateinischen, 3. Bändchen. Lesestücke nach ebendemselben. Wöchentlich ein Exercitium oder Extemporale.
4. Französisch. 5 Std. In a Dr. Stehlich, in b Dr. Danker, in c im Sommer Dr. Gierth, im Winter Dr. Stehlich. Wiederholung des Lehrstoffs von Quinta. Plötz, Elementargrammatik, Lektion 61—112. Schriftliche Haus- und Klassenarbeiten, wöchentlich abwechselnd. Sprech- übungen. Auswendiglernen zusammenhängender Stücke.
5. Geschichte, 2 Std. in a Dr. Ulrici, in b Oberl. Dr. Siebert, in c Dr. Stehlich. Griechische Geschichte bis zu Alexander dem Grossen, römische Geschichte bis in die erste Kaiserzeit. Pütz, Grundriss, I.
6. Geographie. 2 Std. In a Dr. Ulrici, in b im Sommer Spangenberg, im Winter Dr. Peters, in c im Sommer Dr. Gierth, im Winter Dr. Peters. Asien, Afrika, Australien und Amerika. Wiederholung von Europa. Einiges aus der mathematischen Geographie. Anweisung zum Kartenzeichnen. Seydlitz, Grundzüge.
7. Mathematik. 5 Std. In a und c Völler, in b im Sommer Dr. Lohberg, im Winter Heydenreich. I. Rechnen. 3 Std. Wiederholung der Bruchrechnung und der Dezimal- bruchrechnung. Zins-, Rabatt-, Termin-, Verteilungs- und Mischungsrechnungen mit besonderer


